Positive Entwicklung in Hohberg
Neujahrsempfang der Gemeinde

Im Rahmen des Hohberger Neujahrsempfang wurde Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.
  • Im Rahmen des Hohberger Neujahrsempfang wurde Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.
  • Foto: Gemeinde Hohberg
  • hochgeladen von Christina Großheim

Hohberg (st). Am Freitag, 10. Januar,  fand der Neujahrsempfang der Gemeinde Hohberg in der Harmoniehalle Niederschopfheim statt, zu dem Bürgermeister Klaus Jehle, auch im Namen des Gemeinderats, herzlich einlud. Der Abend wurde von Melissa Zucano und Adrian Schaub musikalisch umrahmt, welche die Zuschauer mit ihrem Gesang in Begleitung mit dem Piano begeisterten. Sabine Junker von der Gemeindeverwaltung führte als Moderatorin die Zuschauer durch das Programm des Abends.

Mit dem Sprichwort „Die Zukunft gehört denen, die die Möglichkeiten erkennen, bevor sie offensichtlich werden“ eröffnete Bürgermeister Klaus Jehle seine Neujahrsansprache. Dieses Motto sollte den Abend begleiten. Jehle ging auf politische Themen ein, die im Jahr 2019 für Aufruhr gesorgt haben, wie beispielsweise die Schülerbewegung Fridays for Future oder Angriffe auf Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute.

Richtfest beim Feuerwehrhaus

Im Folgenden lenkte er den Fokus auf die Gemeinde Hohberg und deren Entwicklung. Im September 2019 fand das Richtfest des Feuerwehrhauses für die neu zusammen gelegte Abteilung West statt. Es herrschte große Freude bei der Feuerwehr und allen Beteiligten, dass das knapp vier Millionen Euro schwere Projekt sich nun im Bau befinde. Wenn die Entwicklung so voranschreite wie bisher, könne die Feuerwehr bereits im Frühjahr des Jahres 2020 die neuen Räumlichkeiten beziehen, so Jehle.

Bürgermeister Jehle sprach von einem positiven Ausblick auf die Zukunft, denn die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde habe sich etwas gebessert. Die Gewebesteuerentwicklung zeige einen zufriedenstellenden Verlauf. Um dem entgegenzukommen, konnte eine Erweiterung des Gewerbegebietes Oberlohr ausgewiesen werden, was noch mehr mittelständischen Unternehmen die Ansiedlung in der Gemeinde Hohberg ermögliche.

Neubaugebiet in Niederschopfheim

Eine weitere positive Flächenentwicklung stelle das Neubaugebiet Laugasserfeld im Bindenesel in Niederschopfheim dar. Begebe man sich aktuell in das Baugebiet, könne man bereits erste Fortschritte beim Bau der verschiedenen Häuser erkennen. Auch in Diersburg, im Gewann Geißbrunnen, hätten sich die Eigentümer bereit erklärt, die Entwicklung eines Baugebietes mit voranzutreiben. Es stünden jedoch noch einige Prozesse bis zur Verwirklichung des Neubaugebietes an.

Der Bau der neuen Gemeinschaftsschule in Hofweier ist in vollem Gange. Einhergehend mit den Baumaßnahmen ginge es auch mit der Digitalisierung der Schulen vorwärts. Der sogenannte Digitalpakt Schule des Bundes in Zusammenarbeit mit den Ländern ermögliche die Ausstattung mit technischer Infrastruktur, damit die jungen Menschen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben können, um sich in der Arbeitswelt von heute und morgen zurechtzufinden.

Steigender Betreuungsbedarf

Da Hohberg auch eine zunehmend wachsende Zahl an Kindern verzeichne, steige auch der Betreuungsbedarf. Der Gemeinderat und Bürgermeister seien sich einig, dass es einer Erweiterung der Betreuungsplätze beziehungsweise dem Neubau einer Kindertagesstätte bedarf.

Bürgermeister Jehle lobte überdies die Seniorenarbeit in Hohberg, sowohl das hauptamtliche als auch das ehrenamtliche Engagement. Der Verein Betreutes Wohnen Generationen Netzwerk Hohberg feierte das 25-jährige Bestehen und kündigte eine Umstrukturierung in eine gGmbH aus haftungsrechtlichen Gründen an. Da die Tagespflege regen Zuspruch erhalte und die Kapazitätsgrenze im Haus der Begegnung in Niederschopfheim erreicht war, konnte die Tagespflege ihren Standort in die neue Seniorenwohnanlage nach Hofweier verlagern.

Sicherung der Trinkwasserversorgung

Wasser ist Leben und die Sicherung der Trinkwasserversorgung ein hohes Gut, so Bürgermeister Klaus Jehle. Aus diesem Grund wurde der neue Hochbehälter in Diersburg errichtet. Am 28. August 2019 wurde erstmals aufbereitetes Trinkwasser aus dem neuen Hochbehälter mit einem Speichervolumen von 600 Kubikmeter in das Wasserleitungsnetz eingespeist. Der alte Hochwasserbehälter wird als Löschwasserspeicher umfunktioniert und dient nun der Brandwasservorsorge.

Im Bereich Straßen- und Leitungsbau werde sich in Hohberg ebenfalls viel entwickeln, meinte Bürgermeister Jehle. Auch das Projekt Autobahnzubringer Süd beschäftige die Gemeinde. Der Gemeinderat habe sich bisher ausgiebig mit den verschiedenen Trassen befasst und nach Abwägung aller Vor- und Nachteile für die sogenannte V4-Trasse ausgesprochen. Auch die sogenannte Variante V0, das bedeutet den Ausbau des bestehenden Straßensystems, solle vom Regierungspräsidium geprüft werden.

Ehrenamtliches Engagement

Einen großen Stellenwert innerhalb der Gemeinde haben das vielfältige ehrenamtliche Engagement sowie Leistungen im sportlichen und kulturellen Bereich. So konnte Bürgermeister Klaus Jehle bei diesem Neujahrsempfang Volker Wöhrle für den ersten Platz bei den Deutschen Meisterschaften der Masters in Samswegen bei Magdeburg (100 kg Reißen und 133 kg Stoßen) auszeichnen. Ebenfalls belegte er den Spitzenplatz bei den baden-württembergischen Meisterschaften im Gewichtheben der Masters in Nagold.

Des Weiteren wurde Georg Hauger geehrt. Er belegte den 1. Platz im 20 km Straßengehen in Naumburg und ist somit Deutscher Meister. Seine weiteren Erfolge im Jahr 2019 waren Silber bei den Deutschen Meisterschaften im 3000 Meter Straßengehen und 10-Kilometer-Straßengehen sowie die Goldmedaille über 5000-Meter-Bahngehen bei den Weltspielen der Polizei und Feuerwehren, Zoll und Justiz.

Das Ehepaar Petra und Hans-Jürgen Gebhardt wurden für ihr soziales Engagement und ihr langjähriges und vielfältiges ehrenamtliches Wirken geehrt. Ihre Mitgliedschaft in verschiedenen Vereinen wie beispielsweise der BUND Ortsgruppe Hohberg, dem Heimatverein oder dem Historischen Verein ist eine große Bereicherung für die Allgemeinheit. Auch in der evangelischen Kirchengemeinde sind sie aktiv. Sie setzen sich unter anderem für Naturschutzmaßnahmen ein wie die Wiesenpflege, Nistkastenbetreuung, Betreuung von Krötenwanderungen und Pflege des Steinbruchs in Diersburg, aber auch beispielsweise für die Erhaltung der römischen Straßenstation in Niederschopfheim.

Hans-Jürgen Gebhardt war außerdem maßgeblich für die Umsetzung des Wunderfitz-Waldlehrpfades in Diersburg verantwortlich. Beide sind außerdem von Beginn an im Flüchtlingsnetzwerk Hohberg aktiv. Zählenmäßig lässt sich das wie folgt beschreiben: Petra Gebhardt ist seit 22 Jahren in der BUND-Vorstandschaft engagiert, davon zwölf Jahre als zweite Vorsitzende, von 1981 bis 2006 Jungscharleiterin der evangelischen Kirchengemeinde, seit 1981 Chorsängerin im Singkreis und seit 2006 Mitglied im Umweltarbeitskreis sowie im Umweltmanagement Grüner Gockel, seit 2009 Beisitzerin und seit 2017 Schriftführerin im Heimatverein Hohberg. Hans-Jürgen Gebhardt ist seit 30 Jahren ohne Unterbrechung erster Vorsitzender der BUND Ortsgruppe Hohberg, seit 2000 Beisitzer, dann 2011 Schriftführer und seit 2017 zweiter Vorsitzender des Heimatvereins Hohberg, von 2015 bis 2019 Schriftführer im Historischen Verein und seit 2019 dessen zweiter Vorsitzender.

Arbeit im Gemeinderat

Für 20 Jahre Gemeinderatstätigkeit wurden Carola Götz, Franz Klumpp, Thomas Schaub und Wolfgang Schilli geehrt und erhielten eine Auszeichnung des Gemeindetags Baden-Württemberg. Für 30 Jahre Gemeinderatstätigkeit wurde Wolfgang Seitz mit einer Urkunde und Stele des Gemeindetags Baden-Württemberg ausgezeichnet. Er kandidierte bei der vergangenen Gemeinderatswahl nicht mehr und wurde deshalb aus dem Gremium verabschiedet. Ebenfalls aus dem Gemeinderat verabschiedet wurden Christine Göppert, Teresa Münchenbach, Anna-Maria Hettich, Christopher Delong, Pius Lindenmeier und Wilfried Hättig. Für die geleistete Arbeit, den Einsatz und das soziale Engagement all dieser Bürger bedankte sich Bürgermeister Jehle sehr. Sie hätten aktiv zur Entwicklung von Hohberg beigetragen.

Eine weitere Ehrung führte Pfarrer und Dekan Rainer Becker vom Dekanat Lahr durch. Er verlieh Eberhard Prinz das Goldene Verdienstkreuz der evangelischen Landeskirche für 40 Jahre Prädikantendienst in der evangelischen Kirchengemeinde. Eberhard Prinz engagiert sich in der Jugendarbeit, ist Mitglied im Kirchengemeinderat von Diersburg und dem Singkreis und dient als Notfallseelsorger. Seit 40 Jahren gestaltet er als ehrenamtlicher Prediger Gottesdienste in den Kirchenbezirken Lahr und Kehl. Pfarrer und Dekan Rainer Becker bedankte sich herzlich für das Engagement und den Einsatz, den Eberhard Prinz so gewissenhaft leistet.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Neujahrsempfangs lud Bürgermeister Jehle die Gäste zu einem Stehempfang ein.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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