Angedacht: Kornelius Gölz
"Game of Thrones" und christliche Werte

Korneluis Gölz

Es ist Osterzeit. Auferstehungsfreude und Frühlingswärme gehen Hand in Hand. Osterlachen und Glaubenshoffnung prägen die Feste, die wir feiern: Erstkommunionen und Konfirmation, Himmelfahrt, Hochzeiten und Pfingsten.

Ihr Begleiter durch die Woche

Für viele Filmfreunde aber herrscht Endzeitstimmung. Nach sieben Ausstrahlungsjahren geht in diesen Wochen die teuerste Produktion der Fernsehgeschichte zu Ende. Die Abenteuerserie „Game of Thrones“ spielt in einer Fantasiewelt, die unserem Mittelalter ähnelt. Entsprechend sind sowohl blutige Härte als auch explizite Szenen der Serie in die Geschichtsbücher eingegangen.

Doch seit der Folge vom vergangenen Wochenende ist der grausame „Nachtkönig“ mit seiner Armee der Toten vernichtet. Nur unter größten Opfern und gegen alle Hoffnung konnte er niedergerungen werden. Am Ende versetzt ihm ein Mädchen den Todesstoß. Die Überlebenden, die um des Fortbestands der Menschheit willen ihre Rivalitäten ausgesetzt und sich für diesen Kampf zusammengetan hatten, ernten Ruhm. Die Throninhaberin in der fernen Hauptstadt aber rüstet auf, um von den Verlusten der anderen zu profitieren. Der Ausgang ist ungewiss, die letzten Folgen bleiben spannend.

In „Game of Thrones“ spielen Religionen eine erstaunlich große Rolle. Wo Serienhelden sich für Schwache einsetzen, wo sie Erbarmen üben und Selbstkritik, spiegeln sich christliche Grundwerte. Differenziert werden Hingabe und Verführbarkeit der Gottesdiener vorgeführt. Und der zwielichtige „Gott des Lichtes“ selbst lässt sterben und auferstehen.

Doch dieser Gott der Serie hat ein ganz anderes Profil als der Vater Jesu. Als Christ weiß ich: Der Tod wird nicht durch Gewalt besiegt. Sondern der Erlöser hat sein Leben eingesetzt, hat den Weg der Gewaltlosigkeit durchgehalten, und darum den Tod erlitten. Seitdem ist der Tod entscheidend geschwächt. Und wir haben Hoffnung und Orientierung in einer Welt, die oft den Machtkämpfen von „Game of Thrones“ ähnelt – meint…

Pfarrer Kornelius Gölz, evangelische Kirchengemeinde Des Guten Hirten Hohberg, Oberschopfheim und Zunsweier

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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