Abwassersystem
Investition in störungsarme und effiziente Entsorgung
- Leiter der Kläranlage Patrick Fallert (r.) und Bürgermeister Stefan Hattenbach
- Foto: Gemeinde Kappelrodeck/Jasmin Liebich
- hochgeladen von Matthias Kerber
Kappelrodeck (st) Rund 2,5 Millionen Kubikmeter industrielle und häusliche Abwässer aus den Achertalgemeinden Seebach, Ottenhöfen und Kappelrodeck behandelt und reinigt das Team der Kläranlage in Kappelrodeck pro Jahr. Diese unterbrechungsfreie und fachgerechte Entsorgung im 24/7-Betrieb mach die Kläranlage zur größten Umweltschutzeinrichtung des Achertals mit seinen über 11.000 Einwohner und 63 Quadratkilometern Fläche, insbesondere in Bezug auf Boden- und Wasserschutz, so die Gemeinde Kappelrodeck in einer Pressemitteilung.
Hauptschlagader des Achertäler Abwassersystems
Knapp zwei Millionen Kubikmeter des unbehandelten Abwassers werden über ein Einlaufhebewerk in die Kläranlage befördert. „Das Einlaufhebewerk ist damit die Hauptschlagader des Achertäler Abwassersystems. Versagt es, kommt es zum Infarkt“, so Bürgermeister Stefan Hattenbach. Gebaut wurde es 1988 im Zuge der Erweiterung zur Verbandskläranlage. Nun stehen umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen an - im laufenden Betreib und damit am „schlagenden Herzen“. Im Normalbetrieb wird das zu reinigende Abwasser drei Förderschnecken in der Höhe angehoben. Neben der Grundlastschnecke verfügt das Bauwerk über eine zweite Schnecke, die bei Regenereignissen und den damit erhöht anfallenden Abwassermengen eingesetzt wird sowie einer dritten Schnecke für außergewöhnliche (Regen-)Ereignisse und als Redundanz, beispielsweise bei Störungen.
1996 wurde der mechanische Teil der „Grundlastschnecke“ sowie die „Regenwetterschnecke 1“ saniert. Betriebsleiter Patrick Fallert erläutert: „Die Ausschreibung des aktuellen Investitionsprojektes wurde in drei Lose unterteilt: Bauarbeiten, Elektrotechnik und Maschinentechnik. Darüber hinaus werden die Schaltanlagen und die MSR-Technik (Mess-, Steuer- und Regelungstechnik) der mechanischen Reinigungsstufe erneuert. Das Gesamtprojekt ist mit rund 410.000 Euro veranschlagt. Mit der Erhaltungsinvestition wird in eine störungsarme und effiziente Abwasserentsorgung investiert.“ Die Operation an der Hauptschlagader sei durchaus eine Zeit, die hinsichtlich der Betriebssicherheit naturgemäß mit einer gewissen Anspannung einhergeht und deshalb so kurz wie möglich gehalten werde, so der Verbandsvorsitzende Stefan Hattenbach. Mit einem symbolischen ersten Baggerbiss wurden die Rückbauarbeiten gestartet.




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