Georg Börsig tritt aus privaten Gründen zurück
Vorstandsvorsitzender der WG Waldulm geht nach 21 Jahren

Geschäftsführer Michael Böhly (links) und Georg Börsig, der sein Amt als Vorstandsvorsitzender am Freitag zur Verfügung stellte.
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Kappelrodeck-Walulm. Nach 21 Jahren als Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft Waldulm stellte Georg Börsig am Freitagabend bei der Generalversammlung sein Amt
zur Verfügung. Die Gründe für seinen Rücktritt seien rein privater
Natur, wie Börsig erklärt: „Mann muss irgendwann Prioritäten setzen. Ich
möchte die zeitliche Mehrbelastung reduzieren. Ich habe meinen
Hauptberuf als Filialleiter der Volksbank in Sasbach, einen Weinberg, um
den ich mich kümmern muss, und eine Familie.“

Mit etwaigen Dissonanzen in der Winzergenossenschaft oder den Turbulenzen um den
ehemaligen Geschäftsführer Tino Schneider, der im August vergangenen
Jahres nach nur knapp einem Jahr außerordentlich gekündigt wurde, habe
seine Entscheidung nichts zu tun. Vielmehr habe er schon vor einem Jahr
über einen Rücktritt nachgedacht, diesen aber, gerade weil ein neuer
Geschäftsführer eingestellt wurde, bewusst verschoben. „Die
Entscheidung, mein Amt zur Verfügung zu stellen, ist gewachsen und
keinesfalls kurzfristig“, betont der 55-Jährige. Nachdem im vergangenen
Jahr richtungsweisende Entscheidungen getroffen wurden, wie etwa der
Beitritt zur Weinallianz, einer Vertriebs GmbH, sei die richtige Zeit
für den Rücktritt nun gekommen.

Sechs Tage vor Weihnachten, so berichtet der Aufsichtsratsvorsitzende Felix Lamm, habe Börsig ihn informiert. „Wir waren schockiert und haben versucht, ihn umzustimmen.
Aber seine Entscheidung war gefallen.“ „Wir haben Verständnis und es ist
beruhigend, dass Georg Börsig uns auch weiterhin mit Rat und Tat zur
Seite stehen wird“, ergänzt Geschäftsführer Michael Böhly, der sein Amt
zum 1. Dezember 2012 angetreten hat.

Nun hofft man, dass nach dem vergangenen turbulenten Jahr wieder Ruhe in der Winzergenossenschaft einkehrt. Ein Nachfolger im Außendienst für Michael Böhly, der diese
Tätigkeit acht Jahre ausübte, ist ebenso gefunden, wie ein zweiter
Kellermeister, dessen Stelle ebenfalls vakant war. Auch das Büroteam
wurde erweitert. Nun könne man sich wieder auf das Wesentliche
konzentrieren und die Winzergenossenschaft zukunftssicher einstellen.

Zum laufenden Prozess, in dem es um die Rechtmäßigkeit der Kündigung von
Schneider geht, wollten sich Vorstand und Geschäftsführer nicht äußern.
Sollte es zur öffentlichen Verhandlung kommen, würden in dieser dann
Details bekannt werden. Man sehe der Verhandlung gelassen entgegen: „Wir
sind uns sicher, dass die Winzergenossenschaft Waldulm keinen Schaden
nehmen wird“, so Michael Böhly.

Autor: Daniela Räubig-Santo

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