Fällarbeiten beginnen
84 Bäume sind zu alt oder krank

In der Großherzog-Friedrichstraße beginnen die Baumarbeiten mit dem sogenannten Sicherungsschnitt im Kronenbereich.
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  • In der Großherzog-Friedrichstraße beginnen die Baumarbeiten mit dem sogenannten Sicherungsschnitt im Kronenbereich.
  • Foto: Stadt Kehl
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Kehl (st). 84 Bäume müssen die Mitarbeiter des Kehler Betriebshofs über die kalte Jahreszeit hinweg fällen. Die meisten von ihnen sind so alt, dass unkontrolliert Äste abbrechen können, oder krank. 31 Bäume werden abgesägt, weil sie Monokulturen bilden und damit das Aussterben ihrer Art begünstigen können. Bei jedem einzelnen Baum sei intensiv geprüft worden, ob er nicht erhalten oder verpflanzt werden könne, versichert Frank Wagner, Leiter des Bereichs Grünflächenmanagement beim Betriebshof.

Alt, krank oder im Weg

26 Bäume sind von Krankheiten, zum Beispiel Pilzsporen oder der Kastanienminiermotte, befallen. Solche kranken Bäume müssen am Altrhein, an der Sporthalle in Marlen, im Bereich des Friedhofs in Kork und der Kindertageseinrichtung Spatzennest in Goldscheuer, gefällt werden. 21 Bäume müssen weichen, weil sie Baumaßnahmen im Wege stehen – zum Beispiel im Bereich der Baumaßnahmen, in der Josef-Guggenmos-Schule in der Kreuzmatt, am Rathaus Kork oder in der Nähe des Bodersweierer Sportgeländes. Ein Teil der betroffenen Bäume kann jedoch umgesetzt werden, erklärt Frank Wagner.

„Wir haben jede Möglichkeit geprüft, aber einige Bäume können leider nicht erhalten bleiben oder versetzt werden“, bedauert er. Ihr Zustand sei teilweise zu schlecht oder sie seien inzwischen in einem Alter, in dem sie unkontrolliert Äste abwürfen. „Da können wir dann nur noch fällen.“

Die Mitarbeiter des Betriebshofs beginnen daher, von Montag, 11. November, an, ihren Arbeitsplan abzuarbeiten, der bis Ende Februar erledigt sein muss: Zunächst kümmern sie sich um die Bäume, die eine Gefahrenquelle darstellen. Dazu gehören die Platanen in der Großherzog-Friedrichstraße, im Bereich zwischen der Gustav-Weis- und der Ludwig-Trick-Straße: Weil diese vor vielen Jahren falsch beschnitten worden sind, sind die neuen Astaufbauten der 75 Jahre alten Bäume teilweise brüchig.

Alle drei bis vier Jahre müssen diese daher im Kronenbereich einen sogenannten Sicherungsschnitt bekommen.
Parallel zu den Baumschnittarbeiten werden die Mitarbeiter des Betriebshofs auch die Sinkkästen reinigen und wo nötig Unterhaltungsmaßnahmen vornehmen. Dabei kann es, kündigt die Stadtverwaltung an, zu vorübergehenden Einschränkungen für den Straßenverkehr kommen.

Baumverpflanzungen erfolgreich

104 große Bäume, die in den vergangenen Jahren in Kehl verpflanzt worden sind, haben selbst die heißen Sommer gut überstanden, berichtet Frank Wagner nicht ohne Stolz. Zu verdanken ist dies auch der intensiven Bewässerung durch den Betriebshof sowie einem speziellen Substrat, das in die Pflanzgruben gefüllt wurde. Bei Neupflanzungen achte er darauf, dass dem veränderten Klima angepasste Baumsorten ausgewählt und Monokulturen verhindert würden, erläutert der Leiter des Grünflächenmanagements. Als Beispiel für ein solches Vorgehen führt das Baugebiet Schneeflären an: Hier hätten sich die ersten 45 von insgesamt 250 geplanten Bäumen sehr gut entwickelt.

In der Großherzog-Friedrichstraße beginnen die Baumarbeiten mit dem sogenannten Sicherungsschnitt im Kronenbereich.
Auch Bäume an der Kehler Stadthalle sind von den Baumfällarbeiten betroffen.
Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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