Mitmachbaustellen laden zum Aktiv-Werden ein
Blühende Artenvielfalt

Die Freifläche der Hebelschule in Kehl
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  • Die Freifläche der Hebelschule in Kehl
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Sören Marweg

Kehl (st). Durch den Gewinn beim Wettbewerb „Natur nah dran“, stehen der Stadt Kehl 15.000 Euro zur Förderung der biologischen Vielfalt im Siedlungsraum zur Verfügung. Damit sollen vier Flächen im Stadtgebiet umgewandelt werden. Mit den vorbereitenden Baumaßnahmen wird derzeit begonnen. An verschiedenen Terminen von Oktober bis Dezember kann zudem an sogenannten Mitmachbaustellen gemeinsam mit den Mitarbeitern des städtischen Betriebshofs gearbeitet werden. Das Angebot richtet sich vor allem an Vereine, Schulen und Kitas – aber auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen.

Vier ausgewählte Areale

Zurzeit werden die Flächen vorbereitet, die in den kommenden ein bis zwei Jahren blühende Blumenwiesen und Wildstaudenflächen werden sollen. Die vier ausgewählten Areale liegen an der Ecke Richard-Wagner-Straße/Hauptstraße, in der Vogesenallee vor dem Kindergarten und vor der Tulla-Realschule; auch die Freifläche vor der Hebelschule gehört dazu. Zum Teil werden die Bereiche ausgebaggert und mit einem Gemisch aus Kies, Sand, Böden, Substraten und Kompost wieder aufgefüllt. „Das ist notwendig, damit die Wildblumen und Wildstauden dort gedeihen können – sie benötigen einen sehr mageren Boden, um wachsen zu können“, erklärt Frank Wagner, Leiter des Bereichs Grünflächenmanagement beim städtischen Betriebshof.

Infotafel klären auf

Durch den Bodenaustausch werden die in der Erde schlummernden Samen von weniger erwünschten und sich schnell ausbreitenden Pflanzen wie Melde, Knöterich oder Weißklee entfernt. An manchen Standorten reicht auch Umgraben aus, um den Boden auf die neuen Pflanzen vorzubereiten.
Im weiteren Verlauf des Jahres werden die Flächen mit den jeweils passenden Arten bepflanzt. An allen vier Standorten werden vorübergehend Schilder aufgestellt, die kurz und knapp erklären, warum Baggerarbeiten stattfinden oder Substrat aufgeschüttet wird. Später werden diese durch feste Infotafeln ersetzt, die auf die wertvollen Lebensräume für die biologische Vielfalt hinweisen.

Positives Feedback und Mitmachbaustellen

Wie diese neuen Anlagen in ein bis zwei Jahren voraussichtlich aussehen werden, zeigen die vielzähligen Blumeninseln im Stadtgebiet oder die Bepflanzung in der Nähe der Kita Sundheim. Frank Wagner bekommt dafür immer wieder positives Feedback aus der Bevölkerung. Noch mehr freut ihn aber das rege Interesse der Kehlerinnen und Kehler, selber aktiv zu werden: „Wir haben uns daher entschlossen, sogenannte Mitmachbaustellen anzubieten.“ Von Oktober bis Dezember können Vereine, Schulen, Kitas aber auch Bürgerinnen und Bürger die einzelnen Bauabschnitte mit begleiten. Nach den vorbereitenden Maßnahmen, werden die Flächen angesät und danach die Wildstauden gepflanzt und die Blumenzwiebeln eingebracht. Im letzten Bauabschnitt dreht sich alles um die Fertigstellungs- und Werterhaltungspflege: „Dabei lockert, säubert und düngt man die angelegten Flächen. Zudem wässert man die gesetzten Pflanzen, damit diese gut anwachsen“, erklärt Frank Wagner.

Wer mitmachen möchte, meldet sich per E-Mail an Frank Wagner. Er sammelt die Anfragen und vergibt dann – unter Berücksichtigung der Wetterlage und des Fortschritts der vorbereitenden Maßnahmen – die einzelnen Termine für die Mitmachbaustellen per E-Mail.

Hintergrund

Kehl ist eine von 13 Städten und Gemeinden, die sich erfolgreich um eine Teilnahme am landesweiten Projekt „Natur nah dran“ für 2019 beworben hatten. Das Kooperationsprojekt des NABU und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM) unterstützt von 2016 bis 2020 jährlich mehr als zehn Kommunen bei der Anlage naturnaher Grünflächen. Jede teilnehmende Kommune erhält eine Zuwendung in Höhe von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 15.000 Euro.

Weitere Informationen sowie kurze Videos zum Projekt gibt es unter diesem Link.

Die Freifläche der Hebelschule in Kehl
Neuer Lebensraum für Wildblumen und Wildstauden auf der Freifläche vor der Tulla-Realschule
Autor:

Sören Marweg aus Lahr

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