Die Lehrerversorgung an befragten Grundschulen im Hanauerland ist gut
Nur bei einer Vertretung gibt es Löcher im Stundenplan

Alle Deputate an der Kehler Falkenhausenschule sind besetzt. Im Vertretungsfall wird es dagegen eng.
  • Alle Deputate an der Kehler Falkenhausenschule sind besetzt. Im Vertretungsfall wird es dagegen eng.
  • Foto: rek
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl/Rheinau (rek). Nach dem Schnuppertag und dem Kennenlernen der neuen Schule am vergangenen Samstag hat in dieser Woche auch der Unterricht für die Erstklässler regulär begonnen. Zuvor waren die neuen Junglehrer vom Schulamt vereidigt worden. Dabei, so eine Befragung von Grundschulen im Hanauerland, ist die Ausstattung mit Lehrern derzeit ausreichend – für den Regelfall. Sollte es aufgrund von Krankheiten oder anderen Ereignissen zu Ausfällen kommen, wird es schwierig, die Unterrichtsstunden zu ersetzen. Zudem kommt es immer wieder vor, dass Rektorenstellen nicht besetzt sind.

"Wir sind gut mit Lehrerwochenstunden ausgestattet. Alle Fächer können wie geplant, unterrichtet werden", berichtet etwa Rektorin Brigitte Brodbeck etwa für die Grund- und Werkrealschule Rheinau. Die GWRS besteht aus einer zweizügigen Grundschule und einer einzügigen Werkrealschule. Dabei gäben die Kontingentstundentafeln der Grundschule und der Sekundarstufe vor, wie viele Stunden jedes Schulfach unterrichtet werden müsse. "Bei der Verteilung der Fächer kann es dann vorkommen, dass ein Lehrer noch ein bis zwei Stunden übrig hat", berichtet Brodbeck aus Rheinau. "Diese Stunden werden dann von der Schulleitung im Stundenplan sinnvoll als Krankheitsvertretung verplant." Andernfalls stünden diese Lehrer unterstützend im Unterricht anderen Kollegen zur Verfügung.

Auch bei der Falkenhausenschule in Kehl seien alle Deputate besetzt, so Schulleiterin Imogen Remmert. Bei der Falkenhausenschule handelt es sich um eine vierzügige städtische Grundschule mit bilingualem deutsch-französischem Profil. Lediglich bei Krankheitsfällen könne es zu Engpässen kommen, fürchtet sie. "Damit rechnen wir, aber das ist schon eine bekannte Übung aus vergangenen Jahren", sieht Remmert die Situation pragmatisch.

Für eine Steigerung der Attraktivität des Rektorenpostens will sich jetzt auch das Land einsetzen. Denn mehr Arbeit, hoher Verwaltungsaufwand und eine nicht deutlich bessere Bezahlung als die unterrichtenden Lehrer seien die Ursache für die Probleme bei deren Besetzung. "Man muss es wirklich wollen, Rektor einer Grundschule zu sein", erklärt Remmert. Die Maßnahmen des Landes greifen wohl erst ab dem Jahr 2020. "Wir wollen die Schulleiter in ihrer Führungsaufgabe stärken und sie deshalb auch entlasten“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Sie will auch ein höhere Besoldung durchsetzen.

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