Absage „Hafen Honau“-Projekt
Hafenverwaltung Kehl zieht sich zurück

Kehl (st) Die Hafenverwaltung Kehl musste der Stadt Rheinau am Dienstag mit großem Bedauern mitteilen, dass sich das Unternehmen vom gemeinsamen Projekt „Hafen Honau“ zurückziehen muss, heißt es in der Pressemeldung.

Zusammenarbeit beendet

Der Aufsichtsrat, letztlich das Land Baden-Württemberg, hat diese Entscheidung im Rahmen seiner langfristigen Investitionsplanungen für den Hafen Kehl getroffen. Und das gerade mal zwei Wochen, nachdem der Gemeinderat der Stadt Rheinau auf Empfehlung des Ortschaftsrats Honau der Stadtverwaltung grünes Licht für die Begleitung und die gemeinsame Weiterentwicklung des Projekts gegeben hat. Grundlage hierfür waren intensive Vorprüfungen und Beratungen sowie eine transparente Öffentlichkeitsbeteiligung in der unmittelbar betroffenen Ortschaft Honau, die in einer großen Informationsveranstaltung im September mündete. Sowohl Ortschaftsrat als auch Gemeinderat waren sich am Ende einig: Die Chancen, die mit diesem Projekt der Stadt Rheinau geboten werden, sind es wert, das Projekt aktiv zu unterstützen und voranzutreiben. Nun endet die Zusammenarbeit, bevor sie richtig beginnen konnte. Während sich die Stadtverwaltung entsprechend dem erteilten Gremiumsauftrag auf erste vertiefende Gespräche vorbereitete, waren offenbar die parallel fortgeführten Planungen der Hafenverwaltung an einen Punkt angelangt, wo die Risiken die Chancen überstiegen haben. So sah sich das Aufsichtsgremium der Hafenverwaltung angesichts des großen Investitionsvolumens, der hohen und unsicheren Genehmigungshürden und einem nicht überschaubaren Zeitfenster nicht mehr in der Lage, dem Projekt Zustimmung zu erteilen. Nun heißt es für die Stadt Rheinau wieder zurück auf Los. Die Stadt wird nun einen neuen Prozess starten, um ein geeignetes Konzept für die Nutzung des Hafens und des vorgelagerten ehemaligen Kieswerkgeländes zu entwickeln.

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