PV-Parkplatzüberdachung in Betrieb
Kippenheim wird zum Energie-Standort
- Die Photovoltaik-Parkplatzüberdachung am MOSOLF-Standort Kippenheim steht exemplarisch für die Doppelnutzung bestehender Flächen: Während auf der Parkfläche Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird, schützt die Überdachung Fahrzeuge vor Witterungseinflüssen und verbessert zugleich die Arbeitsbedingungen im operativen Logistikbetrieb.
- Foto: MOSOLF-Gruppe
- hochgeladen von Matthias Kerber
Kippenheim (st) Die MOSOLF Gruppe hat am Standort Kippenheim eine Photovoltaik-Parkplatzüberdachung mit 3,3 Megawattpeak (MWp) erfolgreich in Betrieb genommen und damit einen weiteren Baustein ihrer Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Anlage speist erstmals Strom in das System ein und markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer zunehmend eigenständigen, dezentralen Energieversorgung der Standorte. Mit einer jährlichen Stromproduktion von bis zu 3,7 Gigawattstunden (GWh) – entsprechend rund 18 Millionen Kilometern elektrischer Fahrleistung eines durchschnittlichen E-PKW – wird die Energieerzeugung unmittelbar in die betrieblichen Logistik- und Fahrzeugprozesse integriert.
54.000 Solarmodule
Die nun in Betrieb genommene Anlage ist Teil eines deutlich umfassenderen Photovoltaikprojekts, das am Standort Kippenheim bis Ende 2026 schrittweise umgesetzt wird und nach Fertigstellung zu den größten Photovoltaik-Parkplatzüberdachungen Europas zählen wird. Insgesamt umfasst das Projekt eine überdachte Fläche von rund 109.000 Quadratmetern mit mehr als 54.000 Solarmodulen und einer geplanten Gesamtleistung von fast 24 Megawattpeak (MWp).
Die erzeugte Strommenge leistet einen signifikanten Beitrag zur Energieversorgung des Standorts Kippenheim. Insbesondere in den sonnenreichen Monaten kann der Strombedarf vor Ort dadurch tagsüber weitgehend gedeckt werden. Die Stromüberschussmengen werden über den MOSOLF-eigenen Strombilanzkreis an den anderen deutschen Standorten bilanziell verbraucht. Insgesamt entspricht die jährliche Stromproduktion dieser Anlage rund einem Viertel des derzeitigen Stromverbrauchs der MOSOLF-Gruppe in Deutschland.
„Mit dem Projekt in Kippenheim schaffen wir eine Verbindung aus Energieerzeugung und industrieller Nutzung, die für unsere weitere Entwicklung zentral ist“, erklärt Dr. Gregor Tjaden, Leiter Erneuerbare Energien der MOSOLF-Gruppe. „Photovoltaiklösungen wie diese leisten einen konkreten Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen und stärken gleichzeitig unsere Energieunabhängigkeit.“
„Mit der Inbetriebnahme dieser Anlage erreichen wir einen wichtigen operativen Meilenstein. Entscheidend ist dabei nicht allein die Stromerzeugung, sondern die systematische Einbindung in unsere Logistikprozesse und Energieflüsse“, ergänzt Thomas Zimmermann, Managing Director Operations bei MOSOLF Logistics & Services. „Die Verbindung aus Eigenstromerzeugung, Nutzung vor Ort und intelligenter Verteilung innerhalb unseres Netzwerks zeigt, wie sich Energieeffizienz und betriebliche Anforderungen sinnvoll zusammenführen lassen.“
Die Photovoltaik-Parkplatzüberdachung ist integraler Bestandteil des sogenannten MOSOLF EcoSystems. Ziel dieses Ansatzes ist es, Energieerzeugung, Ladeinfrastruktur und logistische Prozesse an den Standorten der Gruppe eng miteinander zu verknüpfen. Damit verfolgt MOSOLF einen systemischen Ansatz, der über einzelne Maßnahmen hinausgeht und auf eine langfristig stabile und resilientere Energieversorgung abzielt.
Mit der nun erfolgten Inbetriebnahme unterstreicht die MOSOLF-Gruppe ihren Anspruch, die Transformation der Automobillogistik aktiv mitzugestalten und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähige Lösungen für eine zunehmend energieintensive Infrastruktur zu entwickeln.









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