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Gute Berufsaussichten: IHK verzeichnet 53.000 Beschäftigte

Thomas Kaiser sieht viel Potential.
  • Thomas Kaiser sieht viel Potential.
  • Foto: IHK Südlicher Oberrhein
  • hochgeladen von Isabel Obleser

Freiburg/Lahr (djä). Der südliche Oberrhein ist eine der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein unterstützt die hier ansässigen Firmen und vertritt ihre Interessen. Rund 12.100 Einzelhandelsbetriebe gibt es in den Landkreisen Offenburg, Emmendingen, Bühl und dem Stadtkreis Freiburg. Das entspricht 27 Prozent aller dort registrierten Unternehmen. Der Einzelhandel ist ein wichtiger Faktor auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Fast 53.000 Menschen sind hier beschäftigt, davon etwa 60 Prozent in Teilzeit. 70 Prozent der Beschäftigten sind weiblich. Rund 1.340 junge Menschen befinden sich derzeit in einem Ausbildungsverhältnis im Einzelhandel. "Damit liegt der Einzelhandel auf Platz zwei der beschäftigungsintensivsten Branchen", sagt IHK-Handelsreferent Thomas Kaiser.
Zur Stärkung der Unternehmen bietet die IHK gemeinsam mit dem Bildungszentrum eine Vielzahl von Seminaren, Veranstaltungen und Vorträgen an. Über örtliche Gewerbevereinigungen besteht die Möglichkeit, IHK-Experten für Impulsvorträge einzuladen. Dort werden Themen wie Onlinehandel, Standortfragen oder Internationalisierung behandelt. Eine weitere Unterstützung für den Einzelhandel gibt es im Rahmen der "Standortampel". Kommunen mit weniger als 10.000 Einwohnern können damit das Entwicklungspotential des Einzelhandels der nächsten zehn Jahre prüfen und erarbeiten lassen. "Die vier Erfolgsfaktoren für einen guten Einzelhändler sind Standort, Sortiment, Sortimentskompetenz und Service", weiß Thomas Kaiser. Zum Service gehört dabei zunehmend auch die digitale Sichtbarkeit, die auch im stationären Handel unerlässlich ist.
Das Berufsbild in diesem Sektor hat sich stark gewandelt. Aktuell wird in der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann der neue Wahlbaustein "Onlinehandel" mit eingebunden. Ab Herbst 2018 soll es eine neue dreijährige Berufsausbildung zum Kaufmann im E-Commerce geben. Moderne Kassensysteme und der Einsatz von Tablets im Verkauf erweitern Service und Verfügbarkeit. Die Ausbildungsvergütung und sozialen Leistungen in diesen Berufbildern befänden sich im oberen Drittel aller Ausbildungen, so Kaiser. Der Samstag sei natürlich in den meisten Fällen ein Arbeitstag. Wer gerne Kontakt zu anderen Menschen hat, gerne im Team arbeitet und für neue Dinge aufgeschlossen ist, sei im Einzelhandel richtig. Die klassische Karriere nach der Ausbildung beginnt als Erstverkäufer und führt bis zur Filial- oder Marktleitung.

Autor:

Isabel Obleser aus Gengenbach

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