Mobilitätspakt Lahr
Regionalverband setzt sich für Gründung ein

Freiburg/Lahr (st). Gute Aussichten für die Mobilität am südlichen Oberrhein: Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hat einstimmig beschlossen, den Aufbau eines Mobilitätspakts Lahr zu unterstützen. Es wäre der erste in Südbaden.

Gemeinsam verantwortlich denken

In Form der Mobilitätspakte fördert und fordert Verkehrsminister Winfried Hermann dazu auf, Mobilität gemeinsam verantwortlich zu denken. Nur die Kooperation aller Beteiligten und die Vernetzung aller Verkehrsmittel kann dazu beitragen, eine Verbesserung zugunsten der Umwelt, des Klimas, der Bevölkerung und der Unternehmen herbeizuführen. Der Regionalverband Südlicher Oberrhein begrüßt den Impuls und die Entschlossenheit des Verkehrsministers, die Mobilitätspakte als Instrument für eine verkehrsträgerübergreifende Betrachtung der vorhandenen Verkehrsprobleme zu nutzen. „Ausgehend von unserer Kernaufgabe, raumwirksame Entwicklungen zu koordinieren, setzen wir uns dafür ein, dass der erste Mobilitätspakt in der Region Südlicher Oberrhein im Raum Lahr gegründet wird“, so Verbandsvorsitzender Otto Neideck.

Betrachtung eines Teilraums

Hierfür ist der Regionalverband Südlicher Oberrhein zusammen mit der Stadt Lahr, den umliegenden Gemeinde und dem Ortenaukreis auf das Ministerium für Verkehr zugegangen mit der Idee, einen Mobilitätspakt Lahr einzurichten. Mobilitätspakte betrachten einen prosperierenden, durch Verkehr hochbelasteten Teilraum, in dem durch umfassende Verbesserungen der Straßen- und Schieneninfrastruktur, des ÖPNV, des Rad- und Fußverkehrs, des betrieblichen Mobilitätsmanagements sowie deren Vernetzung untereinander die vorhandenen Verkehrsbelastungen reduziert werden. Das Ergebnis des Mobilitätspakts ist ein abgestimmtes, integratives Konzept für die kurz-, mittel- und langfristig notwendigen Maßnahmen zur Optimierung des Mobilitätssystems in dem betrachteten Raum, insbesondere durch die Abstimmung aller Beteiligten.

Verbandsdirektor Christian Dusch: „Eine Vielzahl von bereits vorhandenen Maßnahmen und Planungen machen den Raum Lahr zu einem idealen Ort für einen ersten Mobilitätspakt in der Region Südlicher Oberrhein und in Südbaden. Neben den beiden großen Ausbauprojekten, sechsstreifiger Ausbau der A5 sowie 3. und 4. Gleis der Rheintalbahn, gibt es noch eine erhebliche Zahl weiterer geplanter und/oder diskutierter verkehrlicher Maßnahmen, die einen Einfluss auf das Mobilitätsangebot, das Verkehrsaufkommen und nicht zuletzt auch auf die Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner haben.“ Hierzu zählen insbesondere der Aufbau eines multimodalen Güterverkehrszentrums, diverse Straßenbauprojekte, Verkehrsentwicklungspläne und Verkehrskonzepte, so Dusch.

Optimierung des Verkehrsgeschehens

Im Mobilitätspakt Lahr sollen zukünftig das Land Baden-Württemberg, die Stadt Lahr, die umliegenden Gemeinden und der Ortenaukreis sowie eine Vielzahl von Akteuren aus Verwaltung und Wirtschaft zusammenarbeiten. Das Ziel ist eine umfassende Optimierung des Verkehrsgeschehens und der Mobilitätsangebote im Raum Lahr, ausgehend vom Mittelzentrum Lahr. Ein zentraler Bestandteil soll auch die Einbindung der Stadt in den (grenzüberschreitenden) Verflechtungsbereich sein. Im Fokus stehen die Verkehrswende und das sich schnell wandelnde – nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie beeinflusste – Mobilitätsverhalten der Bewohner, die Auslastung sämtlicher Verkehrsinfrastrukturen in der Stadt und im Raum Lahr sowie die Reduzierung verkehrsbedingter Belastungen für Anwohner.

Die Mitglieder des Planungsausschusses stellten sich einstimmig hinter die Initiative und wollen den Mobilitätspakt Lahr in vollem Umfang unterstützen. Verkehrsminister Winfried Hermann wird dazu aufgerufen, den Mobilitätspakt Lahr einzurichten und den damit verbundenen Vorsitz zu übernehmen. Die Verbandsverwaltung wird sowohl die Einrichtung als auch die Durchführung des Mobilitätspakts aktiv unterstützen.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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