Diakonie Kork baut in Neuried
Grundstein für weiteres Wohnhaus ist gelegt

Gemeinsam versenkten Christian Ascherl, Leiter des Wohnverbunds, Architekt Rolf-Dieter Schink, Neurieds Bürgermeister Jochen Fischer und der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Kork, Frank Stefan (v. l.), die Kapsel mit den Zeitdokumenten in den entstehenden Mauern des Gebäudes.
  • Gemeinsam versenkten Christian Ascherl, Leiter des Wohnverbunds, Architekt Rolf-Dieter Schink, Neurieds Bürgermeister Jochen Fischer und der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Kork, Frank Stefan (v. l.), die Kapsel mit den Zeitdokumenten in den entstehenden Mauern des Gebäudes.
  • Foto: Diakonie Kork
  • hochgeladen von Christina Großheim

Neuried-Ichenheim (st). Am nördlichen Ortsrand von Ichenheim wurde der Grundstein für ein weiteres Wohnhaus der Diakonie Kork in der Gemeinde Neuried gelegt und damit das achte gemeindeintegrierte Wohnangebot für Menschen mit Beeinträchtigungen auf den Weg gebracht.
Jahrzehntelang wurden Menschen mit komplexen Behinderungen in großen Einrichtungen untergebracht, in denen sie umhegt und umsorgt wurden, aber kaum Kontakt zur Außenwelt hatten. Mittlerweile ist es politischer Wille, dass alle Menschen befähigt werden sollen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

„Dieses Wohnhaus ist ein weiterer Schritt auf dem langen Weg von einer zentralen Einrichtung in eine neue Welt der Eingliederungshilfe“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Kork, Frank Stefan, bei der Grundsteinlegung am Mittwoch. „Menschen mit Beeinträchtigungen sollen in die Lage gebracht werden, ihr Leben weitgehend selbst zu gestalten.“ In Ichenheim werden jeweils sechs Bewohner in einer wohngemeinschaftlichen Struktur zusammenleben. Insgesamt werden 24 Menschen das Haus bewohnen – in einem Umfeld, wo sie Nachbarn haben werden, eine Einkaufsmöglichkeit vor der Tür und eine Bushaltestelle um die Ecke. Derzeit wohnen sie noch auf dem Gelände der Diakonie Kork im alten Schwesternwohnheim und in einem Wohnheim mit Doppelzimmern, die beide nicht mehr der aktuellen Landesheimbauverordnung entsprechen.

Es ist schon das zweite Wohnheim, das in Neuried entstehen wird – in Altenheim wurde im letzten September mit dem Bau eines Wohnhauses begonnen. Auch in Ichenheim sind schon die Anfänge zu sehen: Die Bodenplatte ist bereits gegossen, die ersten Ziegel werden gerade aufeinander gesetzt. Das neue Haus wird eine Nutzfläche von 1.260 Quadratmetern haben. In den vier Wohngruppen versorgen sich die Menschen weitgehend autark – die Zeit der zentralen Großküche und Wäscherei ist dann vorbei. Ende August wird neben dem Wohnhaus mit dem Bau eines Förder- und Betreuungsbereichs begonnen werden, der 20 Arbeitsplätze bietet. Beide Einrichtungen sollen zeitgleich im Sommer 2019 in Betrieb genommen werden. Der Bau des Wohnhauses schlägt mit 2,45 Millionen Euro zu Buche.

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