Premiere
Deutsche Torballmeisterschaften für Sehbehinderte in Oberkirch
- Torball ist eine Mannschaftssportart für Menschen mit Sehbehinderung.
- Foto: Stadt Oberkirch
- hochgeladen von Petra Pfeil-de Buhr
Oberkirch (st) Die Stadt war am 29. März erstmals Austragungsort der Deutschen Torballmeisterschaften. Vier Damen- und sieben Herrenmannschaften traten in der Oberdorfhalle an, um sich in dieser besonderen Sportart für Menschen mit Sehbehinderung zu messen, teilte die Stadt mit. Demnach sicherten sich den Titel des Deutschen Meisters bei den Herren die TG Landshut und bei den Damen das Team vom BVB Borussia Dortmund.
Bürgermeister Christoph Lipps betonte laut Pressemitteilung in seiner Begrüßung: "Mit dem Anpfiff der Deutschen Blindentorballmeisterschaft feiern wir eine ganz besondere Premiere." Er zeigte sich begeistert von der sportlichen Gemeinschaft und dankte der Oberkircherin Tanja Panter, die als aktive Spielerin die Finalspiele nach Oberkirch geholt und federführend organisiert habe. „Ihr riesengroßes Engagement hat dieses Event erst möglich gemacht", lobte Lipps. Unterstützt worden sei sie vom Turnverein Oberkirch, der den Spielbetrieb betreute, sowie der Landjugend Wolfhag, die sich um die Bewirtung der Gäste kümmerte.
Sportliche Gemeinschaft
Neben dem sportlichen Wettkampf habe vor allem das Miteinander im Mittelpunkt gestanden. "Sie alle haben uns heute einmal mehr die verbindende Kraft des Sports eindrücklich vermittelt und vorgelebt“, betonte Lipps. So habe neben dem Titelgewinn, vor allem auch der Spaß am gemeinsamen Spiel und der Zusammenhalt von Menschen mit und ohne Behinderung im Mittelpunkt des Tages gestanden. "Ich bin davon überzeugt, dass Sport einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, Vorurteile zu überwinden und das Miteinander in unserer vielfältigen Gesellschaft zu stärken", so Lipps weiter. Mit ihren Spielen hätten die Teilnehmer ein bedeutendes Zeichen für Zusammenhalt, Toleranz und Vielfalt gesetzt.
Hintergrund „Torball“
Torball ist eine Mannschaftssportart für Menschen mit Sehbehinderung, die auf einem quer geteilten Spielfeld mit drei Spielern pro Team gespielt wird. Ein spezieller Ball mit Rasseln im Inneren ermögliche es den Spielern, ihn akustisch wahrzunehmen. Ziel des Spiels sei es, den Ball flach unter drei gespannten Seilen hindurch ins gegnerische Tor zu werfen, während die verteidigende Mannschaft versuche, ihn mit ihrem Körper abzuwehren. Da alle Spieler lichtundurchlässige Brillen tragen, seien Reaktionsschnelligkeit, Gehör und Taktik entscheidend. Die Sportart werde international gespielt und fördere neben der körperlichen Aktivität auch Teamgeist und Inklusion, so die Stadt Oberkirch.



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