Betriebsvereinbarung bei PWO
Arbeitszeit und Lohn wird reduziert

Der PWO-Standort in Oberkirch | Foto: PWO AG

Oberkirch (st) Der Wirtschaftsstandort Deutschland sei unter großem Druck und die industriellen Rahmenbedingungen in Deutschland würden sich verschlechtern. Das mache sich auch bei der PWO AG am Standort Oberkirch bemerkbar. In der gesamten Branche werde die Produktion zunehmend in Länder mit wettbewerbsfähigeren Rahmenbedingungen verlagert. Die wirtschaftliche Situation bei einigen Kunden des deutschen Standorts führt derzeit dazu, dass die Abrufmengen für den Standort Oberkirch trotz ausreichender Auftragslage rückläufig sind, so die PWO AG in einer Pressemitteilung am Montag, 26. Januar.
Mit dem erklärten Ziel, auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu verzichten und Arbeitsplätze am Stammwerk erhalten zu können, habe sich die PWO-Gruppe daher mit dem Betriebsrat des Standort Oberkirch in der vergangenen Woche auf eine Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeit- und Entgeltreduktion verständigt. Sie ermögliche es, dem deutschen Standort, die Arbeitszeit arbeitslastspezifisch um bis zu 7,63 Prozent abzusenken, dies bei proportionaler Reduzierung der regelmäßigen Vergütungsbestandteile. Weitere Regelungen der Betriebsvereinbarung beziehen sich auf die Ausgestaltung der Arbeitszeitkonten.

Investitionen laufen

Als Gegenleistung für das Entgegenkommen des Betriebsrats verzichte das Unternehmen während der Dauer der Betriebsvereinbarung bis zum 31. Dezember 2026 auf den Ausspruch von betriebsbedingten Beendigungskündigungen. Ein Ausschluss von betriebsbedingten Beendigungskündigungen sei im derzeit noch bis zum 31. Dezember 2027 laufenden Ergänzungstarifvertrag nicht vereinbart worden. Gleichzeitig würden die für 2026 vorgesehenen Investitionen in Digitalisierung und diverse Kundenprojekte am Standort Oberkirch weiter durchgeführt.
Die PWO Gruppe bedauert es ausdrücklich, dass dieser Schritt notwendig geworden ist. Das Unternehmen wachse an allen zehn ausländischen Standorten weiterhin profitabel. Die Ausnahme bleibe der deutsche Produktionsstandort, der in 2026 voraussichtlich einen Verlust machen werde. Vor diesem Hintergrund sah der Vorstand die dringende Notwendigkeit, zu reagieren. Er setze sich weiterhin für den Erhalt der Arbeitsplätze im Stammwerk ein und habe dem Betriebsrat ausdrücklich für die nun getroffene Vereinbarung gedankt.

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