Thorsten Frei in Oberwolfach
"Das ist ja schlimmer als bei Lanz!"
- Stefan Junghanns (l.) begrüßte als Vorsitzender der Gewerbevereins Oberwolfach Thorsten Frei (r.) im Hotel "Hirschen" zum Austausch mit Mitgliedern sowie Vertretern des Gemeinderats.
- Foto: Glaser
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Ortenau Ob bei "Tagesthemen" oder "Markus Lanz" – als Kanzleramtschef ist Thorsten Frei ein gefragter Gast und bemüht sich als rechte Hand von Kanzler Friedrich Merz auch auf allen Kanälen, die Regierungsfahne hochzuhalten. "Ich komme kaum noch aus Berlin heraus", verriet der CDU-Abgeordnete für den Wahlkreis Schwarzwald-Baar, zu dem ebenso Gutach, Hausach, Hornberg, Wolfach und Oberwolfach zählen.
Austausch
Am gestrigen Samstag gelang es ihm dann aber doch, zunächst die Steuerberatung ZeTax von Marc Zehntner in Wolfach für einen Dialog zu besuchen. Anschließend ging es nach Oberwolfach. Nachdem Frei sich in das goldene Buch eingetragen hatte, gab es einen Austausch mit Vertretern des Gemeinderats sowie Mitgliedern des Gewerbevereins. "Es ist auch ein Abschiedsbesuch bei Bürgermeister Matthias Bauernfeind", verriet er der Guller-Redaktion als Grund, warum er gerade nach Oberwolfach gekommen war. Er habe immer sehr gut mit ihm zusammengearbeitet. Bald wird Bauernfeind OB in Bühl.
Koalition
Der Austausch selbst war intensiv, aber respektvoll – selbst wenn der Kanzleramtschef lachend rief: "Das ist hier ja schlimmer als bei Lanz!" Tatsächlich hakten die Oberwolfacher nach, wenn sie fanden, dass der CDU-Politiker für ihren Geschmack nicht klar genug antwortete. Allerdings machte Thorsten Frei ebenfalls deutlich: "Manchmal werden Dinge verlangt, die schlicht so nicht möglich sind." Weiter erinnerte er daran, dass es eine Koalitionsregierung gebe: "Wir brauchen Mehrheiten, um das Richtige durchsetzen zu können. Das braucht mitunter Zeit." Frei war offen und ging auf Kritik ein, betonte jedoch: "Wir setzen mehr um, als es nach außen den Anschein hat." Gleichzeitig räumte er ein, dass es noch viel zu tun gebe. Als Hauptprobleme nannte er das Steuersystem, zu hohe Energiekosten, überbordende Bürokratie und zu hohe Arbeitskosten.




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