Einstimmiger Beschluss
Dr. Wolfgang Bruder wird Offenburger Ehrenbürger

Dem Offenburger Alt-OB Wolfgang Bruder wird die Ehrenbürgerwürde verliehen. | Foto: gro
  • Dem Offenburger Alt-OB Wolfgang Bruder wird die Ehrenbürgerwürde verliehen.
  • Foto: gro
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st) Der Gemeinderat der Stadt Offenburg hat am Montag, 16. März 2026, beschlossen, den früheren Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Bruder mit dem Ehrenbürgerrecht der Stadt Offenburg auszuzeichnen. Begründet wird das einstimmige Votum laut einer Pressemitteilung der Stadt Offenburg mit herausragenden politischen Leistungen sowie mit außergewöhnlichem sozialen und gemeinnützigen Engagement für die Stat. Die offizielle Verleihung des Ehrenbürgerrechts soll im Rahmen der Feierlichkeiten 25 Jahre Bürgerstiftung St. Andreas im Juli 2026 erfolgen.

Die Begründung

"Als Oberbürgermeister der Stadt Offenburg in den Jahren 1989 bis 2002 hat Herr Dr. Wolfgang Bruder die Entwicklung der Stadt in außergewöhnlicher Weise geprägt und nachhaltige strukturelle Grundlagen geschaffen, die bis heute fortwirken. Im Zentrum seines Wirkens stand die konsequente Stärkung Offenburgs als leistungsfähiger Wirtschaftsstandort und als zentraler Ort in der Region.
Unter seiner Führung entstanden mit den Gewerbegebieten in Elgersweier und Waltersweier wesentliche infrastrukturelle Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung. Gleichzeitig initiierte und entwickelte er zentrale Netzwerke und Einrichtungen der regionalen Wirtschaftsförderung maßgeblich weiter. Dazu zählen die Wirtschaftsregion Ortenau (WRO), heute „nectanet“, sowie der Technologie park Offenburg (TPO), heute „flow 1986“, die insbesondere junge Unternehmen und Existenzgründungen nachhaltig fördern und bis heute tragende Säulen der regionalen Innovationslandschaft darstellen."
Und weiter: "Seine wirtschaftspolitische Strategie war dabei stets ganzheitlich ausgerichtet: Durch die Schaffung verlässlicher und attraktiver Rahmenbedingungen für Unternehmen gelang es, bedeutende Ansiedlungen zu realisieren und bestehende Arbeitsplätze zu sichern. Zugleich wurden durch die wirtschaftliche Stärke der Stadt wichtige sozialpolitische Projekte ermöglicht, etwa im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ mit innovativen Stadtteil- und Familienzentren. Damit verband Dr. Bruder wirtschaftliches Wachstum konsequent mit gesellschaftlicher Verantwortung."
Die von ihm angestoßene dynamische Entwicklung der 1990er Jahre habe dazugeführt, dass sich Offenburg als Oberzentrum etablieren konnte – ein Meilenstein in der Stadtgeschichte, der die Rolle Offenburgs als wirtschaftliches, kulturelles und administratives Zentrum der Region nachhaltig festigte.
Über seine wirtschaftspolitischen Erfolge hinaus zeichne sich Dr. Bruder durch ein außergewöhnlich breites und nachhaltiges Engagement für das Gemeinwesen aus. Besonders hervorzuheben sei sein prägender Beitrag zur Entwicklung des Bildungs- und Wissenschaftsstandortes Offenburg. Gemeinsam mit führenden Persönlichkeiten der regionalen Wirtschaft habe er sich frühzeitig für eine enge Verzahnung von Hochschule, Wirtschaft und Stadt eingesetzt. Als langjähriger Vorsitzender des Hochschulrats sowie des Hochschulkuratoriums habe er die strategische Entwicklung der Hochschule Offenburg entscheidend mitgestaltet. In dieser Zeit habe die Hochschule ein außergewöhnliches Wachstum mit einer Vervielfachung der Studiengänge und einem deutlichen Anstieg der Studierendenzahlen erlebt. Damit sei sie zu einem zentralen Motor für Innovation, Fachkräfteentwicklung und Technologietransfer in der gesamten Region geworden.

Kulturelles Engagement

Auch im kulturellen Bereich habe Dr. Bruder nachhaltige Impulse gesetzt. Mit der erfolgreichen Konversion ehemaliger Militärliegenschaften zum heutigen Kulturforum habe er einen zentralen Ort für Kunst, Kultur und gesellschaftlichen Diskurs geschaffen. Ebenso bedeutend sei der Erwerb und die Erhaltung des Salmen, der die demokratische Tradition Offenburgs eindrucksvoll sichtbar macht und den Begriff der „Freiheitsstadt“ nachhaltig prägt, gewesen.
Mit der Gründung der Bürgerstiftung St. Andreas im Jahr 2001 habe Dr. Bruder zudem frühzeitig eine Plattform für bürgerschaftliches Engagement geschaffen, die bis heute wirke. Es sei ihm gelungen, zahlreiche Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft zu gewinnen und damit eine dauerhafte Struktur für gemeinwohlorientiertes Handeln aufzubauen. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt seier der Stiftung eng verbunden geblieben und habe sie kontinuierlich weiterentwickelt. Mit dem „Leuchtturmprojekt Sprachförderung“ sei ein beispielhaftes Modell initiiert worden, das heute in mehreren Offenburger Kindertagesstätten umgesetzt werde und als wichtiger Beitrag zu Chancengerechtigkeit und Integration gelte.
Ein besonderes Anliegen von Dr. Wolfgang Bruder sei bis heute die deutsch-polnische Verständigung, die in der Städtepartnerschaft zwischen Offenburg und Olsztyn ihren Ausdruck findet. Die offizielle Begründung dieser Partnerschaft im Jahr 1999 gehe maßgeblich auf seine Initiative als Oberbürgermeister zurück. Als Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Georg-und-Maria-Dietrich-Stiftung habe er diese Partnerschaft bis heute aktiv weiterentwickelt und sie durch vielfältige Initiativen – von Bildungs- und Hochschulkooperationen über kulturellen Austausch bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement – als lebendiges und tragfähiges Fundament europäischer Verständigung gestärktstärkt.
"Mit seinem langjährigen Wirken als Oberbürgermeister der Stadt Offenburg hat Herr Dr. Bruder in einzigartiger Weise das wirtschaftliche und kulturelle Leben in Offenburg geprägt. Sein Herausragendes Engagement für das Gemeinwohl macht ihn zu einem würdigen Träger des höchsten Ehrenzeichens der Stadt Offenburg," heißt es in der Begründung.

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.