Ohlsbacher Familie verliert Haus
Trümmer nach Feuersbrunst in Malibu

Das Haus der Ohlsbacher Familie Resnick in Malibu (USA) fiel den verheerenden Waldbränden in Kalifornien zum Opfer. | Foto: privat
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  • Das Haus der Ohlsbacher Familie Resnick in Malibu (USA) fiel den verheerenden Waldbränden in Kalifornien zum Opfer.
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  • hochgeladen von Matthias Kerber

Ohlsbach Seit Tagen halten die Berichte über die Waldbrände in Kalifornien auch die Menschen in Deutschland in Atem. Doch was für die meisten nur Schreckensbilder aus dem Fernsehen sind, ist für Familie Resnick aus Ohlsbach traurige Realität geworden.
"Mein Mann stammt aus den USA", erzählt Charlotte Resnick gegenüber dem Guller. Einige Jahre lebte die Familie in den USA, ein Teil der Kinder ist dort geboren. "Wir sind immer noch zwei bis drei Mal im Jahr dort. Meine Tochter ist Schauspielerin, die Schwiegereltern leben in Kalifornien", berichtet sie.
Deshalb kaufte sich die Familie vor etwas mehr als einem Jahr ein Haus in Malibu, unweit des Pacific Coast Highways. "Wir fahren immer in den Ferien dorthin, waren auch über Weihnachten dort und sind am 1. Januar wieder nach Deutschland zurückgekommen." Keine drei Tage später brachen die verheerenden Feuer aus, gegen die seitdem die Feuerwehr kämpft und denen bereits ganze Gemeinden zum Opfer gefallen sind.

Zwischen Hoffen und Bangen

Für die Ohlsbacher Familie begannen Tage des Hoffens und Bangens – wird auch ihr Haus ein Raub der Flammen? "Wir haben Bilder gesehen von den Häusern entlang des Pacific Coast Highway, wo wir gerne Frühstücken gehen. Die ganze Häuserreihe steht nicht mehr", so Charlotte Resnick.
Vor wenigen Tagen erhielt die Familie die Nachricht: Von ihrem Haus sind nur noch rauchende Trümmer übrig. "Wir hatten mit dem Schlimmsten gerechnet und bekamen es von Nachbarn bestätigt", berichtet die Betroffene. Denn auf die Kameras, mit denen das Grundstück gesichert war, konnten sie nicht mehr zugreifen, da es zu Stromausfällen gekommen war. Mittlerweile hat sie auch Bilder von den Überresten aus den USA erhalten. "Unser Haus war 60 Jahre alt und stand in einem Gebiet, das bislang noch nie von Bränden betroffen war", sagt Charlotte Resnick. "Wenn wir nicht selbst dort waren, haben wir es über Airbnb als Ferienwohnung vermietet." Ihre Nachbarn gegenüber hatten dagegen Glück im Unglück: Die Feuerwalze rollte an deren Haus vorbei.

Die nächsten Schritte

Und wie geht es nun weiter? "Ich hatte bereits Kontakt mit unserer Versicherung in den USA. Sie werden sich in etwa zehn Tagen bei uns melden, denn natürlich werden sie im Augenblick mit Anfragen überhäuft", berichtet die Ohlsbacherin. Auch mit der Bank will sie Kontakt aufnehmen und irgendwann wird sie wohl selbst nach Malibu fliegen, um die Brandstelle in Augenschein zu nehmen und zu sehen, ob nicht doch vielleicht das ein oder andere Erinnerungsstück zu retten ist. Und es fehlen die Einnahmen aus der Vermietung, die sie für die Tilgung des Kredits benötigen.
"Wir haben im Vergleich zu den vielen Betroffenen noch Glück, es ist nicht unser ständiger Wohnsitz", sagt Charlotte Resnick tapfer. Anteilnahme erfahre sie vor allem von Freunden und der Familie aus den USA. "Im Moment herrscht bei uns ein Gefühl der Hilflosigkeit. Wir können nur abwarten und nicht viel tun. Auf der anderen Seite gibt es uns die Zeit, um alles zu verarbeiten." Über eines ist sie sich mit ihrer Familie jedoch klar: "Wir wollen auf jeden Fall neu bauen, wenn es für uns irgendwie machbar ist."

Das Haus der Ohlsbacher Familie Resnick in Malibu (USA) fiel den verheerenden Waldbränden in Kalifornien zum Opfer. | Foto: privat
Familie Resnick am Strand in der Nähe des Pacific Coast Highways: Auch dort wurden die Häuser ein Raub der Flammen. | Foto: privat
Ein Blick in das Wohnzimmer: Die Familie war über die Feiertage noch in den USA. | Foto: privat

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