WRO-Geschäftsführer über das neue Einwanderungsgesetz
Für einen offenen und transparenten Markt

Dominik Fehringer betont, dass Deutschland zunehmend einen Fokus auf qualifizierte Zuwanderung legen sollte.
  • Dominik Fehringer betont, dass Deutschland zunehmend einen Fokus auf qualifizierte Zuwanderung legen sollte.
  • Foto: WRO
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau. Seit dem 1. März 2020 ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Dominik Fehringer, Geschäftsführer bei Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau GmbH (WRO) erklärt im Gespräch mit Thekla Fey die wichtigsten Inhalte.

Was ist das Ziel des neuen Fachkräfte Einwanderungsgesetzes?
Das Gesetz soll Erleichterung bringen bei der Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern; besonders für Fachkräfte mit beruflicher, nicht-akademischer Ausbildung.

Was ändert sich mit dem neuen Gesetz in der Region?
Die Vorrangprüfung entfällt, bei der überprüft wurde, ob ein inländischer oder europäischer Bewerber zur Verfügung steht. Neu ist auch, dass Fachkräften mit qualifizierter Berufsausbildung die Einreise zur Arbeitsplatzsuche ermöglicht werden kann. Sie erhalten eine auf bis zu sechs Monate befristete Aufenthaltserlaubnis. Auch ein Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen in Deutschland wird künftig leichter möglich sein. Darüber hinaus können Interessierte einreisen, um einen Ausbildungsplatz zu suchen.

Welche Vorteile bringt das Gesetz für die Region?
Bewerber aus Nicht-EU-Staaten können leichter von Unternehmen eingestellt werden. Bislang war der Umgang in Deutschland mit qualifizierten Kandidaten aus Nicht-EU-Ländern sehr restriktiv. Dies hat Einstellungen dringend benötigter Fachkräfte deutlich erschwert.

Eröffnet das Fachkräfte Einwanderungsgesetz auch den Zuzug von Un- oder Niedrigqualifizierten?
Nein. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz stellt klar, dass vor der Einreise des Ausländers dessen Abschluss im sogenannten Anerkennungsverfahren auf seine Gleichwertigkeit überprüft wird.

Wie steht die WRO zu dem neuen Gesetz?
Aus unserer Perspektive schlägt das Gesetz den richtigen Weg ein, auch wenn an der einen oder anderen Stelle nachgebessert werden könnte. Es macht Sinn, dass wir in Deutschland einen Fokus auf Zuwanderung qualifizierter Menschen legen. Wir brauchen einen offenen und transparenten Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus aller Welt.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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