Mülltrennung im Homeoffice
Ist auch am häuslichen Arbeitsplatz angesagt

Auch am häuslichen Arbeitsplatz sammelt sich einiger Müll an. Wer diesen Abfall richtig trennt, tut viel für unsere Umwelt.
  • Auch am häuslichen Arbeitsplatz sammelt sich einiger Müll an. Wer diesen Abfall richtig trennt, tut viel für unsere Umwelt.
  • Foto: Christian Hahn
  • hochgeladen von Isabel Obleser

Ortenau. (st) Vor zwei Jahren war Homeoffice für die meisten noch etwas Exotisches. Der Arbeitgeber stellte alles zur Verfügung und organisierte so den Arbeitsalltag – vom Büromaterial bis hin zur Müllentsorgung. Doch das änderte sich mit Corona. Plötzlich waren Arbeitnehmer auf ihr eigenes Organisationstalent angewiesen. Und so blieb mancher im wahrsten Sinne des Wortes auf seinem Müllberg sitzen.

Vieles fällt bei der Arbeit an, was entsorgt werden muss. Hinzu kommt noch die eine oder andere Verpackung, in der das Essen für die Mittagspause geliefert oder der Snack für zwischendurch in der Mikrowelle erwärmt wird. Aber auch im Homeoffice gilt: Wer seinen Abfall richtig trennt, schont Ressourcen, Umwelt und Klima. Was im häuslichen Büro zu beachten ist, dazu hat die Initiative „Mülltrennung wirkt“ einige Tipps.

Altpapier

Briefe und Briefumschläge mit oder ohne Sichtfenster gehören natürlich neben gebrauchten Heften (ohne Kunststoffeinband), Prospekten und Zeitungen ins Altpapier – genauso wie Reißwolfschnipsel, der Inhalt des Lochers, zerrissenes Packpapier, Pappschachteln und -rohre. Für die Verpackung verwendetes Klebeband muss dabei nicht von den Kartons entfernt werden.

Gelbe Tonne

In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack kommen Füllmaterialien wie Luftpolsterfolie. In den Restmüll gehören hingegen selbstklebende Produkte wie Etiketten und Post-its. Für ein sauberes Recycling müsste der Kleber erst aufwendig abgelöst werden. Auch Kassenbelege müssen in den Restmüll. Sie bestehen oft aus Thermopapier, das mit Chemikalien beschichtet ist. Einige Händler haben inzwischen blaue Kassenbons eingeführt. Diese enthalten keine chemischen Farbentwickler, dürfen also ins Altpapier.

Restmüll

Büroklammern, Prospekthüllen und Gummiband sind ein Fall für den Restmüll. Das gilt auch für Stifte. Kugelschreiber kommen ebenfalls dort hinein. Steht eine Wertstofftonne zur Verfügung, kann man Kugelschreiber zerlegen und die Kunststoffteile darin entsorgen. Auch alte Aktenordner lassen sich auseinandernehmen. Die Pappe kommt zum Altpapier, Kunststoff- und Metallteile gehören in den Restmüll oder – falls vorhanden – in die Wertstofftonne. Entleerte Klebstofftuben sind Verpackungen. Ab damit in die Gelbe Tonne! Außerdem den Deckel abschrauben, denn zumeist besteht der aus einem anderen Kunststoff als die Tube.

Toner und Speichermedien

Leere Tonerkartuschen oder Tintenpatronen gehören übrigens nicht in den Müll. In der Regel nehmen sie Hersteller oder Händler zum Wiederbefüllen zurück. Speichermedien wie CDs oder DVDs bestehen aus wertvollen Rohstoffen. Sie können in der Wertstofftonne entsorgt oder bei kommunalen Sammelstellen abgegeben werden.

Verpackungen

Auch bei gelieferten Speisen kann man einiges für die Umwelt tun. Der berühmte Pizzakarton gehört ins Altpapier – aber nur, wenn er nicht zu schmutzig ist. Andere Einwegverpackungen sollte man sich immer genau ansehen. Häufig bestehen sie aus Kunststoff, Aluminium oder Verbundmaterialien, die in die Gelbe Tonne kommen. Auch hier gilt, Deckel oder Schutzfolien abzulösen, bevor alles in die Gelbe Tonne entsorgt wird. Wichtig ist, dass die Verpackungen frei von Essensresten sind, denn die erschweren die Sortierung. Pappe und Papierbestandteile gehören ins Altpapier. Glasflaschen und Glasbehälter werden, nach Farben sortiert, in Altglascontainer eingeworfen.

Korrekte Mülltrennung

Einwegverpackungen zu recyceln hilft, die Umwelt zu schonen. Richtige Mülltrennung ist dafür die Voraussetzung. Das Öko-Institut Freiburg hat berechnet, dass durch das Recycling von Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Papier in Deutschland jährlich mindestens 3,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente eingespart werden. Das entspricht den jährlichen Emissionen einer Stadt wie Bonn.

Mehrwegverpackung

Am besten ist und bleibt aber die Mehrwegverpackung. Ab 2023 sind übrigens Lieferdienste ab einer bestimmten Größe dazu verpflichtet, Mehrwegbehälter als Alternative anzubieten. Bei der Bestellung sollte man schon heute mal nachfragen, ob es diese Alternative bereits gibt.

Weitere Informationen über die richtige Mülltrennung auch im Homeoffice gibt es auf hier.
Autor: Hendrik Stein

Autor:

Isabel Obleser aus Gengenbach

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