Liebesdienst für die Umwelt
Valentinstag: korrekt den Müll trennen

Foto: Initiative Mülltrennung wirkt // Steffen Jagenburg
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Ortenau. (st) Am 14. Februar ist Valentinstag, an diesem Tag zeigen Liebende ihre Gefühle – die einen offen, die anderen heimlich. Traditionell gehören zu diesen Liebeserklärungen meist schön verpackte Valentinstag-Geschenke. Sind die Liebesbeweise ausgepackt und die Herzen erobert, bleiben Pralinenverpackungen, Blumenfolie oder Geschenkpapier übrig. Dann heißt es, auch der Umwelt einen Liebesdienst zu erweisen und diese Abfälle richtig zu trennen und zu entsorgen.

Viele Verliebte lassen Blumen sprechen. Aber auch mit Schokoladenherzen, Pralinen, Schmuck und anderen romantischen Geschenken lassen sich Herzen erobern. Weil aber nicht allein der Inhalt das Herz erfreut, sondern auch eine originelle oder edle Verpackung, muss nach dem Auspacken das Verpackungsmaterial entsorgt werden.
„Geschenkverpackungen bestehen aus unterschiedlichen Materialien. Viele davon können gut recycelt werden – das ist wichtig und schont Ressourcen und Klima. Dafür müssen die Abfälle allerdings korrekt getrennt und entsorgt werden. Sozusagen aus Liebe zur Umwelt“, erklärt Axel Subklew von der Initiative „Mülltrennung wirkt“.

Wohin mit Folie und Blumenpapier?
Blumensträuße werden oft in glänzende Klarsichtfolie verpackt, die in der Regel aus Cellophan besteht. Diese Folie gilt als Verpackung bzw. Verpackungsmaterial. Sie kommt deshalb in den Gelben Sack oder in die Gelbe Tonne. Blumenpapier dagegen ist im Altpapier richtig aufgehoben. Verwelkte Blumensträuße gehören übrigens in die Biotonne. Aber Vorsicht: Drähte oder Schmuckelemente aus Plastik müssen vorher entfernt und in den Restmüll oder die Wertstofftonne entsorgt werden.

Herzenssachen in Alu- und Kunststoff
Alufolie einzeln verpackter Schokoherzen oder Pralinen kommt in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Das gilt auch für Klarsichtfolien, die Teil einer Verpackung sind, zum Beispiel von Parfum- oder Pralinenverpackungen. Deren Innenleben, zum Beispiel schützende Einlagen aus Kunststoff, gehören ebenfalls dort hinein.

Geschenkkartons und Geschenkpapier
Oft sind Geschenkkartons viel zu schön, um sie zu entsorgen. Wer sie allerdings nicht aufbewahren möchte, kann Kartons und Schachteln aus Papier in die Papiertonne entsorgen. Das gilt auch für einfaches bedrucktes Geschenkpapier. Aufgeklebte Verzierungen wie Glitzersteine oder Schleifen müssen allerdings vorher entfernt werden. Werden sie nicht wiederverwendet, kommen sie in den Restmüll. Hat das Geschenkpapier eine Glitzerbeschichtung aus Metall oder eine hauchdünne Kunststoffschicht dann gehört es ebenfalls in den Restmüll.

Glascontainer für leere Flaschen
Die Liebe feiern mit Champagner, Sekt oder Wein: Danach werden die leeren Glasflaschen, sortiert nach Weiß-, Grün- oder Braunglas, in Glascontainer entsorgt. Blaue Flaschen kommen wie auch andere Farben, die sich nicht zuordnen lassen, in den Container für Grünglas.

Ressourcen kann jeder sparen
Wer hilft, gebrauchte Verpackungen zu recyceln, trägt zum Klima- und Umweltschutz bei. Denn jede Tonne Recyclingkunststoff, die statt neu produziertem Kunststoff zum Einsatz kommt, vermeidet zwischen 1,5 und 3,2 Tonnen klimarelevanter Treibhausgase. Auch die Verwertung von Papier, Pappe und Karton kommt der Umwelt zugute: Bei der Herstellung von Recyclingpapier können im Vergleich zu Frischfaserpapier etwa 68 Prozent an Energie und 78 Prozent der Wassermenge sowie 15 Prozent CO2-Emissionen eingespart werden. Der Einsatz von Recyclingglas spart ebenfalls Energie und Ressourcen: Allein zehn Prozent Scherbeneinsatz reduzieren die Schmelzenergie um drei Prozent und die CO2-Emissionen um 3,6 Prozent. Und für die Herstellung von recyceltem Aluminium bedarf es nur fünf Prozent der Energie, die zur Herstellung von Primäraluminium notwendig ist. Ganz klar: Mit richtiger Mülltrennung erweisen wir der Umwelt einen wertvollen Liebesdienst – nicht nur am Valentinstag.

Machen Sie mit!
Mülltrennung wirkt“ ist eine Initiative der dualen Systeme in Deutschland. Mit der richtigen Trennung von Restmüll und Verpackungen können wir alle einen wirkungsvollen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz leisten. Doch es gibt Handlungsbedarf: Nach wie vor ist der Anteil an Restmüll im Gelben Sack und in der Gelben Tonne zu hoch. Von den in Deutschland jährlich rund 2,5 Millionen Tonnen über die Gelben Säcke und Tonnen gesammelten Materialien sind etwa 70 Prozent Verpackungen und durchschnittlich 30 Prozent nicht richtig entsorgter Restmüll. Das erschwert oder verhindert das Recycling wertvoller Rohstoffe. Aufklären, mit Irrtümern und Müllmythen aufräumen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren ist daher das erklärte Ziel der Initiative.

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