Das Herbstgemüse Nummer eins
Für jedes denkbare Gericht gibt es den richtigen Kürbis

Es gibt viele verschiedene Kürbissorten.
  • Es gibt viele verschiedene Kürbissorten.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro). Kürbisse sind im Prinzip die größten Beeren der Welt: Denn Beerenfrüchte zeichnen sich dadurch aus, dass in ihrem Fruchtfleisch die Samen eingelagert sind. Auch wenn sie botanisch gesehen zu den Früchten zählen, in der Küche firmieren sie eindeutig unter dem Begriff Gemüse.

Unterschiedlicher als die verschiedenen Kürbissorten zu sein, ist fast nicht mehr möglich. Manche von ihnen sind nicht größer als eine Münze, andere bringen es auf eine stattliche Größe. Auch die Farben unterscheiden sich stark: Manche sind grün, andere haben ein sanftes Gelb, wieder andere den typischen Orangeton, den wir vom Halloweenkürbis kennen. Nicht jeder Kürbis ist rund: Es gibt Sorten, die mehr Flaschen ähneln.

Ursprung liegt in Amerika

Kürbisse stammen vom amerikanischen Kontinent. Sie fanden ihren Weg im 16. Jahrhundert nach Europa. Die Kürbis-saison beginnt im September und endet im November. Wer gar nicht genug davon bekommen kann: Wer Kürbisse in Würfel schneidet und blanchiert, kann sie einfrieren und so die Saison verlängern. Kürbisse können aber auch bis in den Januar eingelagert werden.

Eine der beliebtesten Kürbissorten ist der Hokkaido: Er zählt zu den kleineren Sorten, ist rund und hat ein sattes Orange. Das gilt für außen und innen. Das Fruchtfleisch schmeckt angenehm nussig und ist in der Küche ein wahrer Alleskönner: Suppe, in der Pfanne gegart oder gefüllt – alles ist möglich. Hokkaido wird auch gerne für die Herstellung von Füllungen für Ravioli und Co. verwendet. Sein großer Vorteil: Er muss nicht geschält werden.

Schale einfach mitessen

Zwischen 300 und 600 Gramm bringt der grün-hellorange gestreifte Sweet Dumpling auf die Waage. Auch seine Schale kann mitgegessen werden. Sein Geschmack ist besonders fein, dank einer leichten Süße erinnert er fast ein wenig an Esskastanien. Sein Fleisch lässt sich gut in der Pfanne braten oder backen, es macht sich als Füllung oder im Gratin gut und auch als Püree eine gute Figur. Ein Sweet Dumpling kann sogar roh im Salat verzehrt werden.

Der Butternuss-Kürbis ist nicht rund, sondern ähnelt einer Birne. Die Schale ist hell, fast dottergeld, das Fruchtfleisch dagegen orange. Er hat besonders wenige Kerne und einen zarten, süßlichen Geschmack mit einer leichten Butternote. Diese Sorte wird gerne für Suppen eingesetzt, aber auch gewürfelt als Gemüse zubereitet. Es schmeckt gut, wenn er gefüllt im Backofen geschmort oder einfach nur gebraten wird.

Einer für Alles

Ein festes orangerotes Fruchfleisch, das durch sein Aroma überzeugt: Der Muscat de Provence oder einfach Muskatkürbis ist ausgesprochen vielseitig in der Küche. Das feste Fleisch schmeckt leicht säuerlich und hat eindeutig eine Note von Muskatnuss. Er trägt also seinen Namen zu recht. Er schmeckt in der Suppe, als Püree, als Teil eines Auflaufs oder Chutneys, aber auch als Rohkost und Süßspeise kann er serviert werden. Er hat zwar keine besonders dicke Schale, sollte aber trotzdem vor der Weiterverarbeitung unbedingt geschält werden.

Der Ambercup wird zwischen einem und eineinhalb Kilogramm schwer. Rein äußerlich kann er leicht mit dem weiter verbreiteten Hokkaido verwechselt werden, geschmacklich unterscheiden sich diese beiden Sorten aber. Ein Ambercup hat ganz klar einen leichten Geschmack nach Edelkastanie. Aus dieser Kübissorte lassen sich gut Kuchen und Süßspeisen herstellen, aber auch Pies oder Marmeladen. Es geht aber nicht nur süß, auch pikante Rezepte lassen sich gut mit ihm umsetzen: Er eignet sich für Suppen, Aufläufe oder Gratins – gerne mit einer exotischen oder scharfen Note.

Klein und süß

Auf dem Vormarsch sind auch die besonders kleinen Sorten wie der Mandarin-Kürbis: Er wird zwischen zehn bis zwölf Zentimeter groß und hat ein hellgelbes bis orangenes Fruchtfleisch. Seine Schale ist knallig orange. Sein Geschmack ist mehlig, nussig mit einer süßen Note. Aus ihm lassen sich fruchtige Brotaufstriche zubereiten.

Einer Honigmelone ähnelt der Spaghettikürbis mit seiner ovalen Form und den gelb-grünen Streifen. Er wird vor dem Kochen nicht klein geschnitten, sondern im Ganzen gegart. Danach wird er halbiert und das Fruchtfleisch mit einer Gabel herausgelöst. Da es sehr faserig ist, erinnert es an Spaghetti.

Groß und kräftig

Zu den ältesten deutschen Sorten zählt der Riesenzentner. Bis zu 50 Kilogramm kann er auf die Waage bringen. Kürbissuppe ist ideal, denn wenn er ausgehöhlt wurde, ist er ein tolles Halloween-Accessoire. gro

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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