Kernkraftwerk Fessenheim
Reaktoren gehen bis Ende Juni 2020 vom Netz

Das Kernkraftwerk im elsässischen Fessenheim wird seinen Betrieb bis zum Sommer 2020 endgültig einstellen.
  • Das Kernkraftwerk im elsässischen Fessenheim wird seinen Betrieb bis zum Sommer 2020 endgültig einstellen.
  • Foto: Florival fr [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]
  • hochgeladen von Stefan Schartel

Das Kernkraftwerk im elsässischen Fessenheim wird seinen Betrieb bis zum Sommer 2020 endgültig einstellen. Das hat die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer am Donnerstag nach einem Treffen mit der französischen Umweltstaatssekretärin Emmanuelle Wargon in Colmar mitgeteilt, an dem auch Staatssekretär Volker Ratzmann teilnahm, der Bevollmächtigte des Landes Baden-Württemberg beim Bund. Wargon habe zugesichert, dass der erste Reaktor des grenznahen Kernkraftwerks bereits am 1. Februar 2020 abgeschaltet werde. Der zweite Reaktor werde am 30. Juni 2020 vom Netz gehen. Die konkreten Verfahren zur Schließung würden kurzfristig eingeleitet.

Zahlreiche Störfälle

„Mit dieser Terminankündigung hat die französische Regierung deutlich gemacht, dass es ihr mit der Abschaltung des Kernkraftwerks ernst ist. Das ist eine sehr gute Nachricht für unsere Region und ein starkes Signal für den Zukunftsprozess Fessenheim, der damit grenzüberschreitend Fahrt aufnimmt“, sagte Regierungspräsidentin Schäfer. Die Landesregierung werde sich dafür einsetzen, dass die Abschalttermine rechtssicher festgeschrieben werden. Angesichts der zahlreichen Störfälle in dem 40 Jahre alten Kernkraftwerk sei dieser Schritt überfällig.

„Zukunftsprozess Fessenheim“

Das Treffen in Colmar fand im Rahmen der Sitzung des Lenkungsausschusses „Zukunftsprozess Fessenheim“ mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft statt. Im Fokus der Gespräche stand die wirtschaftliche Entwicklung nach der Stilllegung des Atomkraftwerks. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zeigte sich erfreut darüber, dass an dem in Fessenheim geplanten deutsch-französischen Wirtschafts- und Innovationspark sechs deutsche Gesellschafter von Anfang an beteiligt seien, darunter die Städte Breisach und Freiburg, der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und die IHK Südlicher Oberrhein. Das Startkapital der Gesellschaft liege bei rund einer Million Euro.Darüber hinaus begrüßten Schäfer und Ratzmann, dass Staatssekretärin Wargon das Potenzial der Bahnverbindung Colmar-Freiburg für die Entwicklung der Region hervorgehoben habe. Gemeinsam werde man sich für die Reaktivierung der Strecke einsetzen.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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