Jeremy Dhôme hat mit der Band „Neo Rodeo“ das zweite Album veröffentlicht
Zuhause in Renchen kann sich der Musiker entspannen

Mit ihrem ersten Album waren „Neo Rodeo“ schon zu Gast bei Ina Müller in Hamburg. Schlagzeuger Jeremy Dhôme (links) kommt aus Renchen.
  • Mit ihrem ersten Album waren „Neo Rodeo“ schon zu Gast bei Ina Müller in Hamburg. Schlagzeuger Jeremy Dhôme (links) kommt aus Renchen.
  • Foto: David Dietz
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Freiburg/Renchen. „Neo Rodeo“ – da muss man einfach an Country denken. Doch nur der Name klingt
nach Western, die Musik von „Neo Rodeo“ bewegt sich eher in Richtung
90er-Jahre Britpop. Vor kurzem veröffentlichte die Freiburger Band –
Sänger Johannes Winter, Gitarrist Mathias Greule, Bassist Simon Martin,
Schlagzeuger Jeremy Dhôme und Jan Ullmann am Klavier – ihr zweites Album
„Bingo Ringo“.

Ein Bandmitglied kommt aus dem Ortenaukreis, genauer gesagt, aus Renchen. Jeremy Dhôme studiert eigentlich Geschichte
und Französisch und ist kurz vor seinen Abschlussprüfungen. Dass er in
einem „sehr langen Entstehungsprozess“, insgesamt über ein Jahr, mit
seinen Bandkollegen eine neue Platte aufgenommen hat, war trotz allem
Spaß kein Leichtes: „Das Studium und die Musik sind sehr schwer zu
vereinbaren.“ Aber es würde sich lohnen, denn in den vergangenen zehn
Jahren habe er sich etwas mit der Musik aufgebaut. Mit der
„Stammbesetzung der ersten Stunde“ zogen sich der Drummer und seine
Bandkollegen in stillgelegte Räume einer Freiburger Brauerei zurück, wo
„Neo Rodeo“ zusammen mit dem österreichischen Produzenten Alaska Winter
Songs wie „Foxtrott Showdown“ oder „Schlimmer geht’s immer“
einspielten. 

Wie Jeremy Dhôme das alles unter einen Hut bringt, weiß er manchmal selbst nicht genau, aber es funktioniert. Er nennt das „die Kunst, das Leben zu meistern“. Abseits vom Alltagstrubel findet er
Ruhe in Renchen, wo seine Eltern wohnen, die er dort so oft es eben geht
besuchen kommt. „Renchen ist meine Oase“, sagt Jeremy Dhôme lachend.
Denn der Schlagzeuger ist genau wie die anderen Bandmitglieder immer
viel unterwegs, vor allem in Städten, wo es meistens laut und voll ist.
Sein Lehramtsstudium will er beenden, aber vor einer Schulklasse zu
stehen, fände er nicht halb so schön wie vor einem jubelnden Publikum.
Wer Musik aus Leidenschaft macht und das am liebsten den ganzen Tag,
wird das in einem normalen Angestelltenverhältnis nicht ausleben können.
„Drei Wochen auf Tour zu gehen, das funktioniert so nicht.“ Viele
Musiker seien selbstständig, denn zeitlich ließen sich Beruf und Musik
kaum vereinbaren, sagt Jeremy Dhôme, der nicht nur Schlagzeuger bei „Neo
Rodeo“ ist. Haben andere Bands Engpässe am Schlagzeug, springt er dort gerne ein. 

Mit ihrem ersten Album „Mein junges und sorgloses Herz“, 2013 erschienen, traten Neo Rodeo unter anderem bei Ina Müller in Hamburg auf. Wo es sie dieses Jahr überall hintreibt, steht noch nicht endgültig fest. Im Herbst wollen die Musiker auf Tour gehen, einzelne
Termine stehen bereits fest (www.tapeterecords.de/artists/neo-rodeo).

Autor: as

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