Im Europa-Park geht der Russischer Themenbereich 1997 an den Start
Die "Euro-Mir" zählt noch heute zu den beliebtesten Attraktionen

Erste Fahrt in der "Euro-Mir" 1997: Franz und Roland Mack (v. l.)
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  • Erste Fahrt in der "Euro-Mir" 1997: Franz und Roland Mack (v. l.)
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Rust (ds). Mit der Eröffnung der "Euro-Mir" nahm im Juni 1997 der Russische Themenbereich im Europa-Park seinen Anfang. Das Besondere an der Hochgeschwindigkeitsbahn ist unter anderem, dass die Besucher Rücken an Rücken sitzen. Zudem drehen sich die Wagen des Zuges während der Fahrt um die eigene Achse und winden sich um gewaltige Spiegeltürme. Die "Euro-Mir" ist nicht nur ein Wahrzeichen des Europa-Park, sondern zählt noch heute zu den beliebtesten Attraktionen. Zudem wurde der zweite Teilabschnitt der Deutschen Allee mit einem großen Festakt eingeweiht. Das Jahr 1997 war auch geprägt von Auszeichnungen: Der Gründer des Europa-Parks, Franz Mack, erhielt das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Für seine zukunftsweisenden Leistungen in der Gastronomie erhielt der Europa-Park außerdem den "Hamburger-Foodservice-Preis", der Unternehmen verliehen wird, die sich in der Branche besonders verdient gemacht haben. Drei Millionen Besucher zählte der Park damals jährlich. Zwölf Themenbereiche mit zahlreichen Attraktionen und Gastronomiebetrieben garantierten vor 20 Jahren beste Unterhaltung und Verpflegung der Besucher.

Weder Franz Mack noch sein Sohn Roland haben im Gründungsjahr 1975 ansatzweise mit solch einer sensationellen Entwicklung gerechnet. Im Gegenteil: Zu Beginn ihres Vorhabens, einen Freizeitpark im beschaulichen Rust zu errichten, hagelte es Schlagzeilen wie "Der Pleitegeier schwebt über Rust". Heute kann der Europa-Park mit Stolz auf eine äußerst erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurückblicken: 250.000 Gäste kamen im Eröffnungssommer 1975, heute ist das Familienunternehmen eines der beliebtesten Tourismusziele der Nation. Mit über 5,5 Millionen Besuchern im Jahr 2016 ist der Europa-Park der mit Abstand größte Freizeitpark in Deutschland und der besucherstärkste saisonale Park weltweit.

Von seiner Gründung bis 2017 ist der Europa-Park in mehreren Schritten zu einer Gesamtfläche von 95 Hektar herangewachsen. 2009 erfolgte etwa eine Erweiterung um 15 Hektar. Der in diesem Rahmen neu entstandene Isländische Themenbereich mit dem gigantischen "blue fire Megacoaster powered by GAZPROM" umfasst dabei eine Fläche von zwei Hektar. Island erweitert das europäische Themenkonzept und verfügt über den höchsten Looping einer Katapultachterbahn in Europa. Auch 2012 wurde die Fläche des Europa-Parks erneut um fünf Hektar erweitert: Das fünfte Erlebnishotel "Bell Rock" sowie die spektakuläre Holzachterbahn "WODAN – Timburcoaster" wurden erbaut. Mit der ersten Holzachterbahn wandelt der Europa-Park auf den Spuren seines Stammhauses "Mack Rides" in Waldkirch, das bereits seit 1921 Fahrgeschäfte dieser Art fertigt. Darüber hinaus wurden bereits vor über 20 Jahren die ersten Pläne für eine Wasser-Erlebniswelt entwickelt. Auf einer Fläche von 63 Fußballfeldern wurde im September 2017 schließlich der Grundstein für "Rulantica – die neue Wasserwelt des Europa-Parks" gelegt. Unweit von Deutschlands größtem Freizeitpark setzt die Inhaberfamilie Mack damit ein Zeichen und lässt auf der 45 Hektar großen Erweiterungsfläche im Südosten der Gemeinde Rust einen weiteren Traum wahr werden: Eine der größten Wasserwelten Europas sowie das sechste Themenhotel "Krønasår" sollen hier bis 2019 zum Leben erweckt werden.

Nachdem viele Jahre Franz, Roland und Jürgen Mack den Europa-Park geleitet haben, hat das Familienunternehmen mittlerweile einen Generationenwechsel vollzogen. Seit 2016 sind Roland Macks Söhne Michael und Thomas als geschäftsführende Gesellschafter tätig und unterstützen ihn und seinen Bruder Jürgen in der Geschäftsleitung. Roland Macks Tochter Ann-Kathrin absolviert derzeit ein Trainee-Programm in Deutschlands größtem Freizeitpark. Als studierte Architektin ist sie intensiv in den Bau der neuen Wasserwelt sowie des sechsten Themenhotels eingebunden. Das Engagement seiner drei Kinder gibt Roland Mack die Möglichkeit, sich ein Stück weit aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen. Die Übergabe an die junge Generation ist bereits in weiten Teilen vollzogen und geglückt. Der Europa-Park ist also auch für die Zukunft bestens gewappnet.

Erste Fahrt in der "Euro-Mir" 1997: Franz und Roland Mack (v. l.)
Grundsteinlegung für das "Castillo Alcazar" 1999
Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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