Hinter den summenden Kulissen einer Imkerei

Bernd und Gabriele Krög freuen sich zusammen mit Mareike Philipp (rechts) auf die „Gläserne Produktion“ am Samstag und Sonntag in Sasbach.
  • Bernd und Gabriele Krög freuen sich zusammen mit Mareike Philipp (rechts) auf die „Gläserne Produktion“ am Samstag und Sonntag in Sasbach.
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Sasbach. „Die Aktion hat einen sehr guten Ruf und kommt immer toll an“, erklärt Bernd Krög seine
Gründe, warum er sich mit seiner kleinen Hobby-Imkerei in Sasbach auch
in diesem Jahr und damit bereits zum dritten Mal an der „Gläsernen
Produktion“ beteiligt. Am 28. und 29. Juni, jeweils von 10 bis 19 Uhr,
öffnet er zusammen mit seiner Frau Gabriele seine Hoftore für die
landesweite Informationsaktion.

Diese soll die Verbraucher über die heimische und regionale Lebensmittelproduktion informieren sowie Vertrauen und Transparenz schaffen. „Es ist einfach wichtig, dass der
Verbraucher sieht, welche Funktionen die Landwirtschaft erfüllt“, betont
Mareike Philipp vom Amt für Landwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis,
das die Aktion des Ministeriums für Ländlichen Raum und
Verbraucherschutz Baden-Württemberg auf Kreisebene koordiniert und die
teilnehmenden Betriebe unterstützt.

Im Mittelpunkt der „Gläsernen Produktion“ steht am kommenden Wochenende die biologische Produktion von Honig. So wird etwa das Honigschleudern demonstriert oder auch
gezeigt, welche weiteren Bienenprodukte es gibt und was man damit machen
kann. Selbstverständlich bietet die Familie Krög Führungen an und
beantwortet alle Fragen rund um das Thema Imkerei. „Wer sich traut,
kriegt sogar Bienen in die Hand“, kündigt Bernd Krög an. Ihm liegt es 
außerdem am Herzen, im Rahmen des Aktionstags auch über Wildbienen,
Wespen, Hornissen und Hummeln zu informieren. „Ich will zeigen, dass
diese alle nützliche Tiere sind, die wir dulden müssen und mit denen man
durchaus leben kann“, betont er. Ebenso möchte Bernd Krög den Besuchern
die Apitherapie – das Heilen mit Bienprodukten – näher bringen.

Seit 1995 betreiben Gabriele und Bernd Krög ihre Hobby-Imkerei. „Damals
wollten wir, vor allem für unsere Söhne, den Kontakt zur Natur nicht
verlieren. Denn obwohl wir auf dem Dorf wohnen, waren damals schon fast
alle Tiere aus dem Ortsbild verschwunden“, erklärt das Ehepaar. Bereits
seit einigen Jahren schon bieten die Krögs Führungen für
Kindergartenkinder und Schulklassen an und haben eigens hierfür ein
Konzept mit Schautafeln und einer abschließenden „Honig-Probe“
entwickelt. „Diese Zusamenarbeit ist sehr wertvoll. Wenn die Kinder
sehen, woher die Lebensmittel kommen und welche Schritte zwischen Acker
und Teller liegen, können sie den Lebensmitteln die richtige
Wertschätzung entgegenbringen“, so Mareike Philipp.

Etwa 25 Bienenvölker nennt Bernd Krög sein Eigen, im Sommer sind es meist noch
einige mehr. In guten Jahren, also unter optimalen Wetterbedingungen,
erreicht die Imkerei einen Ertrag von bis zu 500 Kilogramm Honig – in
schlechten dagegen nur etwa 70 Kilogramm. „Dieses Jahr wird
wahrscheinlich wieder gut werden, ich rechne mit 300 bis 400 Kilogramm“, so Krög.

Autor: Daniela Räubig-Santo

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