Steht die Werkrealschule in Sasbach vor dem Aus?

Der Werkrealschule Sasbach droht die Aufhebung, nachdem auch in diesem Schuljahr die Schülerzahl 16 in der Eingangsklasse nicht erreicht wird.
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Sasbach. Die Alarmglocke für die Werkrealschule der Sophie-von-Harder-Schule hat deutlich geläutet.
Denn in der Sitzung des Sasbacher Gemeinderates am Montag war die
Leitende Schulamtsdirektorin Gabriele Weinrich anwesend und erläuterte
ausführlich, was sie der Gemeinde mit Schreiben vom 1. Dezember 2014 zum
Thema Mindestschülerzahl und Regionale Schulentwicklung mitgeteilt
hatte. Denn in dem Schreiben wurde die Gemeinde als Schulträger auf die
erstmalige Unterschreitung der Mindestzahl von 16 Schülern in der
Eingangsklasse (5. Klasse) aufmerksam gemacht und darüber, was die
Konsequenzen einer nochmaligen Unterschreitung im Folgejahr sind. Sollte
zweimal hintereinander die Zahl 16 unterschritten werden, dann werde
die Werkrealschule zum darauffolgenden Schuljahr durch die oberste
Schulaufsichtsbehörde aufgehoben, so Gabriel Weinrich. Die Grundschule
sei davon nicht betroffen.

Als das Schreiben im Dezember 2014 bei der Verwaltung eintraf, habe man dessen Brisanz „noch nicht so ganz
klar“ gesehen, meinte Bürgermeister Wolfgang Reinholz. Die Frage war,
wie ernst die Ankündigung gemeint war. Doch nicht zuletzt aufgrund der
aktuellen Schülerzahl werde deutlich, dass in der Tat eine Aufhebung der
Werkrealschule drohe, so der Bürgermeister. Denn nach den vorliegenden,
noch nicht amtlich bestätigten Zahlen (Schulstatistik) deutet sich an,
dass im Schuljahr 2015/16 nur neun Schüler die Eingangsklasse besuchen.
Demzufolge müsste die Schulaufsicht das geltende Schulgesetz und damit
die Aufhebung der Werkrealschule umsetzen, es sei denn, es würde ein
Antrag auf eine „schulorganisatorische Maßnahme“ im Blick auf eine
„Dialog- und Beteiligungsrunde“ gestellt.

Im konkreten Sasbacher Fall liege das berechtigte Interesse in der Erhaltung der
Werkrealschule, was allerdings in Abstimmung mit den Gemeinden und
Schulen in der Raumschaft zu erfolgen hat. Einstimmig plädierten die
Gemeinderäte dafür, eine solche „Dialog- und Beteiligungsrunde in der
Raumschaft“ in die Wege zu leiten, was Gabriele Weinrich unterstützte.
Konkret müssten für diese „Große Runde“ Gemeinden von Ottersweier und
Lauf bis Renchen, von Achern über Kappelrodeck bis Seebach einbezogen
werden. Es gebe aber keine Garantie, dass die Sicherung eines
Werkrealschul-Standortes in Sasbach in Kooperation mit anderen Schulen
auch langfristig gelinge. Darüber entschieden viele Faktoren,
zuallererst die Eltern. Die Einrichtung einer Gesamtschule komme für
Sasbach nicht in Frage, dazu benötige es 40 Schüler in der Eingangsstufe.

Autor: sp

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