Schlamm in der Schutter
Fischsterben verhindert

Der Pegel Wittelbach während der Schlammräumung
  • Der Pegel Wittelbach während der Schlammräumung
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  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Seelbach (st). Anfang Juli hatten Bürger dem Landratsamt Ortenaukreis Trübungen und Verfärbungen der Schutter im Bereich zwischen Seelbach und Wittelbach gemeldet. Große Mengen Schlamm waren eingeleitet worden. Der feine Schlamm verteilte sich flussabwärts auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern im Gewässerbett, heißt es jetzt in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Es hatte sich dort stellenweise eine bis zu 50 Zentimeter dicke Schicht gebildet, die die Lebensgemeinschaften der Gewässersohle beeinträchtigte. „Zu einem Fischsterben kam es trotz sommerlicher Temperaturen und niedriger Wasserstände aber nicht“, so Bernhard Vetter, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz beim Landratsamt Ortenaukreis. „Proben und Erhebungen vor Ort ergaben, dass keine giftigen Stoffe mit dem Schlamm in die Schutter gelangt sind“, so Vetter weiter.

Schlamm abgesaugt

Die größten Schlammmengen hatten sich im Bereich des Pegels Wittelbach abgelagert und behinderten dort auch die Pegelmessung des Landes. „Hier konnte der Faulschlamm von der gepflasterten Gewässersohle entfernt werden, ohne dass Gewässerlebewesen dadurch noch stärker beeinträchtigt wurden“, so der Amtsleiter weiter. In Abstimmung mit der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes, der staatlichen Fischereiaufsicht und der Gemeinde konnte unter Aufsicht des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz ein großer Teil des Schlammes abgesaugt werden. Nach einer weiteren Ortsbegehung Ende September sind keine dauerhaften Schäden durch den noch zurückbleibenden Schlamm in der Schutter zu befürchten. „Wir rechnen damit, dass die Ablagerungen nach und nach durch Hochwasser ausgeräumt werden und die geschädigten Flächen dann schnell durch Gewässerlebewesen aus unbeeinträchtigten Abschnitten der Schutter wiederbesiedelt werden“, so Vetter. Die Entwicklung wird weiter beobachtet.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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