Bei Ausstellung spielt auch der soziale Aspekt eine große Rolle
Eine Krippe aus Holzfiguren zum Spielen für die Kinder

Ort der Ausstellung: das Heimat- und Kleinbrennermuseum in Steinach.
  • Ort der Ausstellung: das Heimat- und Kleinbrennermuseum in Steinach.
  • Foto: Bernd Obert
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Steinach. Auf eine abwechslungsreiche Saison mit vielen Besuchern kann das Heimat- und
Kleinbrennermuseum in Steinach zurückblicken. Mit ein Grund sind die
wechselnden Ausstellungen, die stets für reges Interesse sorgen. Nun, in
der Winterpause, waren wieder fleißige Hände am Werk, denn pünktlich
zum ersten Advent öffnen sich die Türen des Museums zur 20.
Krippenausstellung.

Jährlich werden etwa zehn neue Weihnachtskrippen bei Kaffee, Glühwein und weihnachtlichem Gebäck gezeigt. „Hier trifft man sich, das Museum identifiziert sich mit der
hiesigen Bevölkerung“, erklärt Bernd Obert. Der Museumsleiter und
Schriftführer im Historischen Verein findet, dass dies mit den Erfolg
des Museums mit den vielen Besuchern übers Jahr ausmache.

Viel Liebe bis ins kleinste Detail steckt in den ausgestellten
Weihnachtskrippen. „Jedes Jahr sind die in anderen Ausführungen“,
berichtet Obert. So auch die Naturkrippe oder die Krippen aus Keramik.
„Auf den Aha-Effekt wird immer Wert gelegt, wir wollen die Leute
überraschen“, sagt der Museumsleiter. Er ist gespannt, wie die Besucher
auf die Papierkrippe mit Figuren aus Origami-Falttechnik hergestellt,
reagieren. Zudem gibt es orientalische, schwarzwälder und alpenländische
Krippen zu sehen. „Klein aber fein“, spielt Obert auf die etwa zehn Krippen an.

Im Schnitt waren an den Aufbautagen mit ihm bis zu sechs Helfer im Einsatz, um die Ausstellung herzurichten. Und alles geschieht im Ehrenamt. Viele Kinder besuchten bisher mit ihren Familien
die Ausstellungen, auch der Steinacher Kindergarten ist regelmäßiger
Gast bei der Krippenausstellung. Deshalb gibt es heuer auch eine Krippe
aus Holzfiguren zum Spielen. „Damit die Kinder nicht nur schauen,
sondern sie auch anfassen und nach Herzenslust damit spielen dürfen“,
sagt Obert. Bei den anderen Krippen sei dies nicht möglich, da es sich
um wertvolle Leihgaben handle.

Zusätzlich zu den großen sind in einer Vitrine Miniaturkrippen ausgestellt. „Da gibt es welche aus Holz geschnitzt, aber auch kleine Tonkripple“, erklärt der Museumsleiter.
Zudem werden die Fotografien des Museums für die Zeit der Ausstellung
abhängt und die Wände mit historischen Adventskalendern bestückt. Der
soziale Aspekt spiele eine große Rolle, so Obert. Für Auswärtige und
Einheimische sei die Krippenausstellung ein beliebter Treffpunkt „zum
Schwätzen und Gedankenaustausch bei Kaffee, weihnachtlichem Gebäck und
Glühwein in der Stube“ geworden. „Eine schöne Entwicklung“, findet er.

Seit 1997 gibt es die Adventsausstellung im Steinacher Heimat- und
Kleinbrennermuseum, somit wird nun mit der 20. Ausstellung ein kleines
Jubiläum gefeiert. „Der Erfolg zeigt, dass es gut ankommt“, freut sich
Bernd Obert. Inzwischen hätten sie den Status erreicht, dass Leute auf
sie zukämen und ihre Krippen als Leihgaben zur Verfügung stellen würden.
Die gibt es auch neben der eigenen des Museums, die sie aus einem
Nachlass erhalten hatten, sowie der selbst gebauten zu sehen.

Das Heimat- und Kleinbrennermuseum öffnet zur Krippenausstellung an den vier Adventssonntagen jeweils von 14 bis 17.30 Uhr.

Autor: cao

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