Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe: die Kleiderkammer in Willstätt-Sand
Die Chance, sich mit dem Notwendigen auszustatten

Kleidung, aber auch Geschirr und Möbel finden Bedürftige in der Kleiderkammer des Helferkreises Willstätt.
  • Kleidung, aber auch Geschirr und Möbel finden Bedürftige in der Kleiderkammer des Helferkreises Willstätt.
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Willstätt. Die Menschen, die vor Krieg und Verfolgung aus anderen Ländern nach Deutschland fliehen, erhalten in der Ortenau vielfältige Hilfe – nicht nur von den dafür
vorgesehenen öffentlichen Stellen, sondern auch durch ehrenamtliche
Helfer. Beispielhaft für alle stellen wir in einer dreiteiligen Serie
die Aktivitäten des Helferkreises „Gastfreundschaft in Willstätt“ vor.

Mit fast nichts kommen die Flüchtlinge an. Deshalb wurde eine Kleiderkammer
durch den Helferkreis auf die Beine gestellt. „Wir hatten großes
Glück“, sagt Lucia Morrone, die die Öffentlichkeitsarbeit organisiert.
„Wir konnten in den ehemaligen Edeka-Laden in Sand einziehen.“ Die
Eigentümerin unterstützt die Arbeit der Ehrenamtlichen, sie verlangt nur
einen symbolischen Betrag als Miete.

Das Wort Kleiderkammer beschreibt nur schlecht das Angebot, das Bedürftige dort vorfinden. „Es
gibt nicht nur Kleidung, sondern auch Töpfe, Tische, Möbel,
Haushaltsgeräte – fast alles, was man braucht, um eine Wohnung
einzurichten“, so Lucia Morrone. Dank der großen Spendenbereitschaft in
der Bevölkerung ist die Kleiderkammer gut ausgestattet, nur wenige Dinge
fehlen wirklich. Denn viel Platz, um die Dinge unterzubringen, besteht
im Aka-Motel in Willstätt-Sand, wo derzeit die meisten Flüchtlinge
leben, nicht. Und selbst die Wohnungen, die diejenigen beziehen, die
anerkannt wurden, sind nicht riesig. „Wir sind an unsere Grenzen
gekommen, wir haben nicht den Platz, um alles unterzustellen.“ Deshalb
bittet sie Spendenwillige, beim Vorsitzenden des Helferkreises
„Gastfreundschaft in Willstätt“, Hans-Wolfgang Brassel, Telefon
07852/7558, gezielt nachzufragen oder eine Mail an die Kleiderkammer
unter kleiderkammer@willstaett-integriert.de zu schicken.

„Die Öffnungszeiten sind nur für Flüchtlinge und Bedürftige aus der
Gemeinde“, erklärt Lucia Morrone das Prinzip. Es ist ihr wichtig,
deutlich zu machen, dass nicht nur eine Gruppe von Bedürftigen von dem
Angebot profitiert. Der Kontakt wird über die Sozialarbeiter
hergestellt: „Wir verkaufen die gespendeten Sachen nicht, sondern geben
sie umsonst ab.“ Dabei achtet die Gruppe um Marion Steinert, die die
Kleiderkammer betreuen darauf, wer wie viel mitnimmt: „Zwei Mal haben
sie freie Wahl“, erzählt sie. „Beim dritten Mal achten wir darauf, dass
niemand anfängt zu horten.“ Besonders gefragt ist Geschirr.

Willkommen sind allerdings fleißige Hände, die bereit sind, die Dinge, die bislang
in der Kleiderkammer abgegeben wurden, zu sortieren und bei der Ausgabe
zu helfen. Wer mehr über den Helferkreis „Gastfreundschft in Willstätt“
erfahren möchte: Aktuelles findet sich bei Facebook unter www.facebook.com/helferkreiswillstaett oder unter www.willstaett-integriert.de.

Autor: Christina Großheim

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