Geschwindigkeit wird mobil und stationär überwacht
Wer zu schnell unterwegs ist, den erwischt der Blitzer

Seit Anfang Januar überwacht eine stationäre Blitzsäule den Bereich Am Mühlplatz in Willstätt.
  • Seit Anfang Januar überwacht eine stationäre Blitzsäule den Bereich Am Mühlplatz in Willstätt.
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  • hochgeladen von Daniela Santo

Willstätt (gro). Seit der Bereich vor dem neuen Rathaus in Willstätt umgestaltet wurde, gilt durchweg Schrittgeschwindigkeit. Der verkehrsberuhigte Bereich gilt in der Einbahnstraße Am Mühlplatz von der Einfahrt der Hauptstraße bis zu den Parkplätzen an der Kinzig. Seit dem 10. Januar registriert eine fest installierte Blitzsäule nicht nur, ob die Autofahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten, sondern auch, ob einer entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs ist. Denn vor dem Bau der neuen Willstätter Ortsmitte durfte dort in beide Richtungen gefahren werden.

Bis Mitte April wurden bereits 1.143 Autofahrer "geblitzt". Dabei wurden bis zu diesem Zeitpunkt als Höchstgeschwindigkeit 48 Stundenkilometer gemessen. Erlaubt sind maximal sieben Stundenkilometer – also Schrittgeschwindigkeit. "Die Anzahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen ist seit dem Aufbau der stationären Einrichtung leicht zurückgegangen", sagt Marianne Ruf, Straßenverkehrsbehörde der Gemeinde, auf Anfrage. Tageszeiten, an denen die Autofahrer besonders gerne vergessen, wie schnell sie Am Mühlplatz fahren dürfen, gebe es nicht. "Zu welchen Zeiten die Anlage ausgelöst wird, ist unterschiedlich", so Marianne Ruf, die erklärt, dass das stationäre Gerät im Dauereinsatz ist.

Doch nicht nur in der neuen Ortsmitte gibt es Temposünder. Wie alle Kommunen hat auch Willstätt ein Problem mit Rasern. Deshalb werden bereits seit einigen Jahren mit einem mobilen Blitzgerät Messungen vorgenommen. "Die Häufigkeit der Messungen ist individuell", beschreibt Marianne Ruf. "Unsere Gemeindevollzugsbediensteten haben eine Wochenarbeitszeit und können diese frei einteilen." Wo Temposündern das Leben schwer gemacht wird, liegt ebenfalls in deren Ermessen, aber auch Anregungen aus der Bevölkerung werden aufgenommen. "In 30er-Bereichen werden schon Etliche erwischt", so Ruf. "Die Überschreitung liegt im Bereich zwischen 30 und 40 Stundenkilometern." In jedem der fünf Ortsteile wurden Tempo-30-Zonen eingerichtet, vor allen Dingen im Bereich der Kindergärten und Schulen. "Festgelegt werden diese nach dem Straßenverkehrsgesetz und der Straßenverkehrsverordnung", so Ruf. 

Damit die Durchschnittsgeschwindigkeit innerhalb der Gemeinde sinkt, gibt es in Willstätt wie in anderen Kommunen in der Ortenau seit kurzem ebenfalls Freiwillig-Tempo-40-Zonen. So werden die motorisierten Verkehrsteilnehmer in der Bahnhofstraße in Legelshurst gebeten, aufs Vollgas zu verzichten, aber auch in der Ortenaustraße in Hesselhurst sowie in der Schutterstraße in der Eckartsweier.  Diese Freiwillig-Tempo-40-Zonen werden als Kompromiss zwischen der für Durchfahrtsstraßen gängigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern und der Herabsetzung auf 30 Stundenkilometer gesehen. Mittlerweile stehen nicht nur die Schilder, die die Autofahrer um Rücksicht bitten, sondern auch Geschwindigkeitsanzeigen, die ihnen mitteilen, wie schnell sie tatsächlich fahren. Wie gut diese Tempo-40-Zonen durch die Verkehrsteilnehmer angenommen werden, dazu gibt es noch keine Erfahrungsberichte.

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