SC Sand verärgert über DFB
"Stinksauer" über verspätete Spielabsage

Gerald Jungmann sieht die Gesundheit der Spielerinnen und SC-Betreuer unnötig aufs Spiel gesetzt.
  • Gerald Jungmann sieht die Gesundheit der Spielerinnen und SC-Betreuer unnötig aufs Spiel gesetzt.
  • Foto: SC Sand
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Willstätt-Sand (st). „Ich bin stinksauer“, lässt SC Sand-Manager Gerald Jungmann seiner Gefühlslage freien Lauf. „Jeder wusste, was für eine Wetterlage auf uns zukommt, nur beim DFB hatten sie die Scheuklappen auf. Es ist unverantwortlich, auf welche Odyssee man unsere Mannschaft geschickt und so mit der Gesundheit von den Spielerinnen und Verantwortlichen gespielt hat. Zum Glück sind alle wieder wohlbehütet in Sand angekommen“, so ein selten so aufgebrachter Gerald Jungmann am Sonntag.

Wetterlage war allen bekannt, nur dem DFB nicht

Hintergrund seiner Unzufriedenheit ist die am Sonntagmorgen abgesagte Bundesligapartie des SC Sand bei der SGS Essen. Während in Bremen und Frankfurt die Partien bereits im Vorfeld abgesetzt wurden, und in Wolfsburg am Freitagabend wohl aufgrund der Fernsehübertragung bei irregulären Bedingungen gespielt wurde, musste sich der Tross des SC Sand am Samstag auf den Weg nach Essen machen.

Noch am Samstagvormittag versuchten die Verantwortlichen des SC eine Spielverlegung zu erreichen. „Wir wussten, was in Nordrhein-Westfalen auf uns zukommen würde, der Wetterbericht stand auf dunkelrot – nur der DFB hatte da offensichtlich andere Daten“, so Jungmann. Trotz allen Bemühungen schickte man die Spielerinnen und den Stab nach Essen, wo ohnehin auf einem Ausweichplatz gespielt hätte werden müssen. „Damit hat man unnötig Bus- und Hotelkosten verbrannt, das ist eine Frechheit“, sagt Jungmann.

Sieben Stunden für 430 Kilometer

Die Rückreise nach der morgendlichen Spielabsage am Sonntagnachmittag war alles andere als eine Kaffeefahrt. „Die Straßenverhältnisse waren eine Katastrophe, hier hat man fahrlässig mit der Gesundheit von Menschen gespielt“, so der SC-Manager. Gegen 17 Uhr waren die 28 Spielerinnen, Trainer und Betreuer in Sand angekommen – nach fast sieben Stunden für die knapp 430 Kilometer Fahrstrecke. „Für uns zählt in erster Linie, dass alle wieder gesund zu Hause angekommen sind, alles weitere werden wir diese Woche besprechen“, so Jungmann, was bedeutet, dass der SC Sand in dieser Angelegenheit noch persönlich beim DFB vorstellig werden wird.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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