Silvesteraufmarsch und Empfang
Bürgermedaille für Heinz Scherzinger

Silvesteraufmarsch in Zell am Harmersbach
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Zell am Harmersbach (ag). Die Bürgerwehr ließ es am Silvesternachmittag so richtig krachen. Es ist eine ebenso stolze wie eindrucksvolle Tradition, die nicht nur die Einwohner selbst anzieht. Weit über 1.000 Besucher nahmen am 41. Silvesteraufmarsch der Stadt teil und hielten sich bei der Ehrensalve die Ohren zu. Die Bürgerwehr marschierte unter dem Kommando von Paul Gutmann zusammen mit der Stadtkapelle auf und wurde außerdem von Delegationen aus Nachbargemeinden begleitet.

Dank an Ehrenamtliche

Bürgermeister Günter Pfundstein nutzte die Gelegenheit, um sich bei den haupt- und ehrenamtlichen Helfern zu bedanken, bei der Freiwilligen Feuerwehr mit rund 90 Kameraden sowie einer tollen Kinder- und Jugendfeuerwehr mit 55 Jugendlichen, den DRK-Ortsvereinen, dem Technischen Hilfswerkund der Polizei. "Zum diesjährigen Tag der Sicherheit am 13. Oktober haben diese und viele andere Helferorganisationen genau hier an dieser Stelle eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Es war für uns alle eine besondere Ehre, dass wir an diesem Tag den stellvertretenden Ministerpräsidenten und Landesinnenminister Thomas Strobl in Zell begrüßen durften", so der Bürgermeister in seiner Ansprache im Rahmen des Silvesteraufmarsches vor dem Rathaus.
In der Chronik der Zeller Bürgerwehr ist das „Neujahranschießen“ aus alten Aufzeichnungen bis in das Jahr 1697 zurückzuverfolgen. Ich gehe sogar noch ein Stück weiter zurück in unserer Stadtgeschichte.

„Schwörtag“

Der Heimatforscher Dr. Petri habe vor Jahren alte Schriftstücke zum sogenannten „Schwörtag“ in den Archiven ausfindig machen können. Pfundstein: "Sie haben richtig gehört: Es ging tatsächlich um einen Schwur, der alle zwei bis drei Jahre erneuert wurde. Der Zeller Magistrat der ehemals kleinsten Freien Reichsstadt, zitierte alle waffenfähigen Bürger und Knechte der Stadt und der umliegenden Nachbargemeinden an Dreikönig vor das Rathaus. Es war die Zeit, als die Arbeit auf den Feldern ruhte." Damals seien die Bestimmungen für das Zusammenleben vorgelesen worden. Die Anwesenden hätten ihre Hand zum Schwur und zum Zeichen gehoben, dass sie gewillt waren, die Ordnung und die Obrigkeit anzuerkennen. Diese Heimatforschung zeige eindrucksvoll, welchen Ursprung diese Tradition habe, die wir heute noch pflegen und die somit mehrere Jahrhunderte zurückverfolgt werden könne.

Aktuelle Zahlen 2018

Im Anschluss fand ein Empfang für geladene Gäste statt. Hier nannte Bürgermeister Günter Pfundstein unter anderem aktuelle Zahlen: Zell am Harmersbach habe 8.159 Einwohner. Das sei ein Plus von 57. Zugezogen seien 2018 472 Personen, weggezogen 367 Personen. Es seien 42 Eheschließungen beurkundet worden. Weite habe es 2018  63 Geburten (+vier) und 104 Sterbefälle (-zehn) gegeben. In Zell am Harmersbach lebten 57 verschiedene Nationalitäten. "Somit ist fast jede dritte Nation in Zell beheimatet. Ja, so klein ist die Welt", sagte Pfundstein. Insgesamt hätten 639 Personen keine deutsche Staatsangehörigkeit, darunter 127 Personen mit Flüchtlingsstatus.

Ehrungen

Im Rahmen des Empfangs nahm der Bürgermeister auch zahlreiche Ehrungen vor. Eine besondere Auszeichnung erhielt Heinz Scherzinger. Der Verantwortliche für das Storchenturmmuseum und gleichzeitiger Teamleiter der Storchenturm-Museumsfreunde erhielt die Bürgermedaille und durfte sich in das goldene Buch der Stadt Zell am Harmersbach eintragen. Wie Pfundstein in seiner Ansprache hervorhob: "Sie haben den Umbau des Foyers im Museum im Jahr 2006 maßgeblich mitbegleitet und mitgestaltet. Viele Ausstellungen wurden von Ihnen initiiert und betreut. Außerdem bringen Sie als Museums- und Stadtführer seit Jahren Ihr ganzes Herzblut für 'Ihr' Städtle ein. Als profunder Kenner vieler Details, ist Ihr Wissen um die Stadtgeschichte unbezahlbar. Sie waren darüber hinaus zehn Jahre im Gemeinderat und im Ortschaftsrat Unterharmersbach aktiv und haben sich für die Entwicklung unserer Gemeinschaft stets eingesetzt."

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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