GPA-Prüfungsbericht
Achern mit guter finanzieller Entwicklung

Achern (st). Die Gemeindeprüfungsanstalt bescheinigt der Stadt Achern in ihrem Prüfungsbericht eine gute finanzielle Entwicklung. Vom März bis Oktober 2020 haben drei GPA-Prüfer die Haushaltsführung der Stadt unter die Lupe genommen. Von einer Schlussbesprechung wurde abgesehen, weil es diesbezüglich keine prüfungsrelevanten Feststellungen gab, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. „Die Prüfung hat gezeigt, dass die Stadtverwaltung Achern außerordentlich sachgerecht und auf sehr gutem Niveau arbeitet. Dies ist umso bemerkenswerter, weil die von der GPA festgestellte Personalkostenquote mit 568 Euro je Einwohner um zehn Prozent unter dem Landesdurchschnitt von 632 Euro liegt. Bei dieser sehr günstigen Quote ist noch nicht berücksichtigt, dass die Stadtverwaltung mit dem vorhandenen Personal zusätzlich Leistungen gegenüber Dritten wie zum Beispiel Zweckverbänden erbringt, für die sie noch zusätzlich Personalkostenersatz erhält“, ist Oberbürgermeister Klaus Muttach sehr zufrieden.

Gute wirtschaftliche Verhältnisse

Ausführlich würdigen die GPA-Prüfer die finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Stadt. Dies ist deshalb von besonderem Interesse, weil noch 2006 die Kommunalaufsicht der Stadt ein Haushaltskonsolidierungskonzept verordnet hat.

Im jetzigen Prüfbericht werden die finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Stadt als gut bezeichnet. Im Prüfungszeitraum von 2013 bis 2018 konnte die Stadt den kompletten Ressourcenverbrauch erwirtschaften und darüber hinaus mit einem Überschuss beim ordentlichen Ergebnis von insgesamt 27,9 Millionen Euro abschließen. In der Ergebnisrechnung wurde im Prüfungszeitraum ein Zahlungsmittelüberschuss von insgesamt 43,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Sämtliche Auszahlungen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen in Höhe von 55,3 Millionen Euro wurden durch Eigenmittel und ohne Kredite günstig finanziert. Die Gemeindeprüfungsanstalt bestätigt der Stadt, dass die Liquidität stets gesichert war, so dass keine Kassenkredite in Anspruch genommen werden mussten. Der Bestand der bereinigten liquiden Eigenmittel betrug zum Ende des Prüfungszeitraumes 7,9 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote habe im Prüfungszeitraum um fünf Prozent auf 74 Prozent bis Ende 2018 zugenommen. Die Schulden des Kämmereihaushaltes hätten sich auf 2,9 Millionen Euro und damit gerade noch 111 Euro je Einwohner ausgehend vom Höchststand in Höhe von 11 Millionen Euro Ende 2007 auf ein Viertel reduziert.

Eigenkapital gesteigert

“In den letzten beiden Jahren nach Abschluss des Prüfungszeitraums konnten wir diesen erfolgreichen Finanzkurs fortsetzen und zum Jahresende 2020 stehen im Kämmereihaushalt 2 Millionen Euro Schulden rund 19,9 Millionen Euro Liquidität gegenüber“, berichtet Oberbürgermeister Muttach.

In der Summe hat sich auch für die Eigenbetriebe Campingplatz und Strandbad am Achernsee, Stadtentwässerung sowie die Stadtwerke die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung im Prüfungszeitraum deutlich verbessert: Das Eigenkapital stieg um 2,2 Millionen Euro, das Vermögen sogar um 7,4 Millionen Euro, während sich die Fremdkredite um 2,4 Millionen Euro reduziert haben. „Trotz eines gewaltigen Investitionsprogramms im Kämmereihaushalt wie auch den Eigenbetrieben der Stadt konnten wir die wirtschaftliche und finanzielle Situation in jeder Hinsicht verbessern. Dies gibt uns jetzt wirtschaftliche Kraft, die wir in der aktuellen Pandemie gut gebrauchen können“, so Oberbürgermeister Klaus Muttach.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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