Mit Diakonischem Werk Baden
Austausch über Flucht und Integration
- Jürgen Blechinger, Diakonie Baden, und Dr. Katrin Merkel
- Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Katrin Merkel
- hochgeladen von Matthias Kerber
Achern Wie können Flucht, Migration und Integration in Baden-Württemberg besser gestaltet werden? Darüber hat sich die CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Kehl, Dr. Katrin Merkel, mit dem Juristen und Migrationsexperten Jürgen Blechinger, Leiter der Abteilung Flucht und Migration der Evangelischen Landeskirche und Diakonie Baden, bei einem fachlichen Austausch in Achern unterhalten, heißt es in einer Pressemitteilung.
„Für meine parlamentarische Arbeit ist es wichtig, die Erfahrungen und Problemlagen aus der täglichen Praxis zu kennen. Der Austausch hat mir wertvolle Einblicke gegeben, wo bestehende Strukturen gut funktionieren und wo wir schneller, einheitlicher und konsequenter werden müssen“, so Merkel.
Verfahrenslänge
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Frage, wie lange Menschen nach ihrer Ankunft in Deutschland in Verfahren und Warteschleifen verbleiben. „Wer eine Bleibeperspektive hat, sollte möglichst früh Deutsch lernen, sich qualifizieren und Zugang zu Ausbildung und Arbeit erhalten. Lange Phasen des Wartens erschweren Integration. Wir müssen deshalb schneller ins Handeln kommen“, betonte Blechinger aus der praktischen Erfahrung.
Ausführlich wurde zudem über die Rolle der Wohlfahrtsverbände gesprochen. Ihre Erfahrungen aus der Flüchtlingsberatung, der Flüchtlingssozialarbeit, dem Integrationsmanagement für Geflüchtete einerseits und der Migrationsberatung für Zuwanderer allgemein, die nach Deutschland ziehen, lieferten wichtige Praxisimpulse für die Politik.
„Baden-Württemberg verfügt über viele engagierte Akteure und funktionierende Strukturen. Jetzt kommt es darauf an, diese noch besser miteinander zu verzahnen und Verfahren zu beschleunigen. Integration gelingt durch Sprache, Bildung, Arbeit und verlässliche Perspektiven.
Deutschland bietet reguläre und rechtssichere Wege für Einwanderung. Wer nach Deutschland kommen möchte, kann diese sicheren Wege nutzen. Wer kein Bleiberecht hat, muss Deutschland grundsätzlich auch wieder verlassen. Humanität und Ordnung sind dabei keine Gegensätze“, fasst Merkel den Austausch zusammen. Die Impulse will sie in ihre parlamentarische Arbeit einbringen.














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