Wasserwerk Rotherst
Enthärtungsanlage: Erweiterung läuft auf Hochtouren
- Jürgen Kieninger (v. l.), Planer IB Eppler, mit Ralf Volz (Stadt Achern) sowie Oberbürgermeister Manuel Tabor und Bürgermeister Andreas Kollefrath
- Foto: Claudia Männle
- hochgeladen von Matthias Kerber
Achern (st) Im Wasserwerk Rotherst wird derzeit die bestehende Trinkwasserenthärtungsanlage erweitert. Ziel der Maßnahme ist es, die Kapazität der Anlage deutlich zu erhöhen, damit auch in Zeiten mit erhöhtem Wasserverbrauch jederzeit ausreichend enthärtetes Trinkwasser zur Verfügung steht, so die Stadt Achern in einer Pressemitteilung.
Seit Dezember 2024 laufen die umfangreichen Arbeiten zur Erweiterung der bestehenden Anlage. Inzwischen konnten die wesentlichen Bauarbeiten innerhalb und außerhalb des Gebäudes erfolgreich abgeschlossen werden. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die aufwendige Verrohrung sowie die Verkabelung der neuen technischen Anlagenkomponenten.
Die Erweiterung dient insbesondere der Verbesserung der Betriebssicherheit und Redundanz. Die neue Anlage wird deshalb so aufgebaut, dass sie unabhängig von der bestehenden Enthärtungsanlage betrieben werden kann. Nur wenige technische Komponenten werden künftig gemeinsam genutzt. Dadurch kann auch bei Wartungsarbeiten oder technischen Störungen ein sicherer Betrieb gewährleistet werden. Parallel zu den baulichen Maßnahmen wird derzeit die Software für die neue Anlage programmiert. Dabei werden verschiedenste Messwerte wie Durchflussmengen, pH-Werte und Füllstände kontinuierlich erfasst und ausgewertet. Diese Daten steuern unter anderem die Pumpen, die Zugabe von Natronlauge sowie die Regelung des Pelletsabzugs. Für die komplexe Steuerungstechnik werden zahlreiche Messgeräte, Schieber, Pneumatikventile sowie mehrere Hundert Meter Kabel und Hydraulikschläuche installiert.
Edelstahlreaktor
Das Herzstück der neuen Anlage bildet ein beeindruckender Edelstahlreaktor. Mit einem Durchmesser von 2,30 Metern und einer Höhe von nahezu zehn Metern prägt er den Innenraum des Wasserwerks deutlich. Während der Reaktor selbst in einem Stück geliefert und vergleichsweise schnell montiert werden konnte, erfordert die Anbindung der zahlreichen Zu- und Ableitungen einen erheblich höheren Aufwand. Die Leitungen mit Durchmessern von 1,5 bis 30 Zentimetern müssen individuell geplant, dreidimensional vermessen und passgenau gefertigt werden.
Nach aktuellem Stand sollen die baulichen Arbeiten bis zum Beginn des Sommers abgeschlossen sein. Anschließend folgen umfangreiche Prüfungen und Testläufe der Software und Steuerungstechnik. Die Inbetriebnahme der erweiterten Trinkwasserenthärtungsanlage ist derzeit für Herbst 2026 vorgesehen.






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