Eine Frage, Herr Müller
Ganzheitliche Lösungen nötig

Dominic Müller | Foto: Hotel "Ritter"

Die Gastronomie wurde durch den Lockdown hart getroffen. Über den Sommer waren die Gartenwirtschaften voll, doch in die bevorstehende kühlere Jahreszeit blicken die Wirte voll Sorgen. Christina Großheim sprach mit Dominic Müller, Vorsitzender der DEHOGA-Kreisstelle Ortenau, über die Situation und die neuen Hilfen des Landes.

Wie sind die Sommermonate für die Gastronomie gelaufen?
Die Sommermonate sind für einen Teil der Gastronomie sehr gut gelaufen. Der Trend zum Inlandstourismus hat sich bemerkbar gemacht. Dies kompensiert jedoch keineswegs die Schließzeit ab dem März. Die großen Verlierer sind Eventlocations, Veranstalter, Caterer und Diskotheken, aber auch Gastronomen ohne Terrasse und wenig Platz in den Innenräumlichkeiten.

Was sind die Befürchtungen der Gastronomen für Herbst und Winter?
Sie fürchten die Angst der Menschen sich in Innenräumlichkeiten aufzuhalten, die reduzierte Kapazität im Innenbereich und natürlich regionale Lockdowns.

Können die viel diskutierten Heizpilze für den Außenbereich wirklich Betriebe retten?
Ich glaube nicht, dass sie das Allheilmittel sind. Dem einen oder anderen Gastronomen mögen sie in der Tat helfen und vielleicht sogar die Existenz retten, dies aber nur in Einzelfällen. Wir brauchen ganzheitliche Lösungen und Planungssicherheit.

Halten Sie die neuen Stabilisierungshilfen der Landesregierung für ausreichend?
Wir sind dankbar um diese Hilfe, auch wenn die Zahlung schleppend verläuft, aber sie hilft vielen Kollegen. Ob sie ausreicht, ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. Zum Beispiel Diskothekenbetreiber oder einem Tagungshotel wird sie nicht weit genug und langfristig helfen.

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