Angedacht: Melanie Bischoff
Vorsätze, die wir nicht vergessen sollten

Melanie Bischoff

Der Klassiker im Januar: Gute Vorsätze für das neue Jahr werden gesetzt – und vielfach bereits nach wenigen Tagen Tagen wieder verworfen. Das geht mir jedes Jahr ähnlich. Doch in diesem Jahr ist alles anders und viele gute Vorsätze sind eigentlich schon vorgegeben.

Wichtige Themen im Rampenlicht

Das Jahr 2020 war hart und ich habe mich selbst schon mehrfach dabei ertappt zu sagen, „das vergangene Jahr könne man auch einfach getrost löschen“. Aber dem ist nicht so, denn vieles um diese Pandemie herum lohnt sich, nicht vergessen zu werden. Dieser Virus hat viele (un-)menschliche Seiten unserer Gesellschaft gezeigt und wichtige Themen ins Rampenlicht gestellt, mit denen sich bisher niemand beschäftigen wollte: etwa Bezahlung, Arbeitsbedingungen oder Mangel von Pflegepersonal, die Einsamkeit vieler – nicht nur älterer – Menschen, die Empfindlichkeit unserer Wirtschaft und gerade kleinerer Läden, die Bedeutung von Kunst und Kultur, die mangelnde Digitalisierung von Schulen und die Diskussion um Unterrichtsausfälle, der Umgang mit Mensch und Tier in der Fleischverarbeitung, und irgendwo auch unsere eigene Hilflosigkeit, wenn so ein kleiner Virus uns lahmlegt und wir gefühlt nichts tun können, außer zu warten.

2020 wurde zu Beginn noch kräftig für Pflegepersonal geklatscht – ein entsprechender Respekt auf den Lohnzetteln kam nicht unbedingt an. Wir haben viele Seiten unserer Gesellschaft aufgedeckt, die es zu verbessern gilt und die nicht übersehen werden dürfen. Genau hier sollten unsere guten Vorsätze für 2021 liegen: Diese Themen nicht zu vergessen, für sie zu kämpfen, andere an sie zu erinnern und in den Blick zu nehmen, was wir in Zukunft besser machen können: durch unser Einkaufsverhalten bei Fleisch, unseren Respekt für Pflegepersonal, unseren (Online-)Einkauf beim Händler vor Ort, unserer Rebellion gegen ausfallenden Unterricht – und vielleicht durch einen Anruf oder einen schönen Brief mehr für alleinstehende Freunde und Bekannte.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2021!
Melanie Bischoff, Ehrenamts-Koordination Seelsorgeeinheit Ettenheim

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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