Eine Frage, Doris Reinhardt
Erste Impfungen verlaufen erfolgreich

Doris Reinhardt

Seit Dienstag wird nun auch im Zentralen Impfzentrum (ZIZ) in Offenburg geimpft. Seit dem Start am 27. Dezember sind die mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheimen unterwegs. Rembert Graf Kerssenbrock sprach mit Dr. Doris Reinhardt, Pandemiebeauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung für den Ortenaukreis.

Abläufe klappen aufgrund Planung sehr gut

Wie sind die ersten Tage im Zentralen Impfzentrum angelaufen und wie viele Impfungen werden dort derzeit täglich getätigt?
Im ZIZ werden täglich 290 Impfungen getätigt. Der Start war sehr gut. Die Abläufe haben durch die gute Planung sehr gut geklappt.

Welche Personengruppen können sich derzeit um einen Termin bemühen?
Derzeit dürfen sich die über 80-Jährigen impfen lassen. Das macht auch Sinn, weil diese besonders gefährdeten Gruppen eher stark an Covid-19 erkranken. So können wir die Intensivstationen stärker entlasten. Einen Termin vereinbaren kann darüber hinaus Personal in der Pflege, in Notaufnahmen, Corona-Stationen und im Rettungsdienst – also Bereiche mit einer sehr hohen Infektionsgefährdung trotz Schutzmaßnahmen.

Woran liegt es, dass derzeit nicht mehr Impfungen durchgeführt werden?
Es mangelt einfach an ausreichend Impfstoff. Zudem halten wir von den Lieferungen immer eine entsprechende Menge an Dosen für die nach etwa 21 Tagen notwendige zweite Impfung zurück. Wir hoffen auf die Zulassung von weiteren Impfstoffen. Dann können wir jederzeit die Kapazitäten auf rund 1.500 Impfungen hochfahren. Dies ist wünschenswert, weil es weitere Gruppen gibt, die ein hohes Expositionsrisiko haben wie Ärzte etwa in den Coronaschwerpunktpraxen und Fieberambulanzen.

Wie sind Ihre Erfahrungen von den mobilen Impfteams über die Nebenwirkungen der Impfung?
Die mobilen Impfteams berichten, dass es, wenn überhaupt, nur leichte Nebenwirkungen gibt. Diese gute Verträglichkeit freut uns, da das Immunsystem älterer Menschen mehr gefordert wird bei einer Impfung.

Wie hoch ist in den Pflegeheimen die Bereitschaft, sich impfen zu lassen?
Die Bereitschaft in den Pflegeheimen liegt bei weit über 80 Prozent. Und auch das Pflegepersonal ist mit rund 50 Prozent für eine Impfung. Hierbei müssen wir berücksichtigen, dass Personen, die eine Covid-Infektion durchgemacht haben, nicht geimpft werden. Dies vor allem deshalb, weil die verfügbare Menge Impfstoff gering ist.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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