Fotografien und Gemälde
Besichtigung des Museum Kinzigtorturm und Museum Haus Löwenberg
- Das Museum Kinzigtorturm der Gengenbacher Bürgergarde, von der Stadtseite her betrachtet.
Bei der Begehung des Turmes erfährt man viel über dessen Geschichte und die Bürgergarde. - Foto: Alfred Schramm
- hochgeladen von Alfred Schramm
Vor kurzem machte ich zwar keinen Besuch im Zoo, aber dafür schaute ich mir nach langer Zeit wieder mit einem zeitlichen Abstand die Ausstellungen im Museum Kinzigtorturm und Museum Haus Löwenberg an. Deren Themen: „ASPEKTE DER HEIMAT“ und „TERRA EXTRACT – SPUREN DER MENSCHEN“. Unterschiedliche, aber sehenswerte Projekte.
Der Kinzigtorturm, der einst mächtigste Turm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Gengenbachs, beherbergt seit seiner Renovierung im Jahr 1991 das sehenswerte wehrgeschichtliche Museum der Gengenbacher Bürgergarde.
Jährlich veranstaltet das Museum eine Sonderausstellung und die diesjährige, die ich aufsuchte, steht unter dem Motto „ASPEKTE DER HEIMAT“ und sie ist bis zum 31.10.2026 zu besichtigen. In allen Etagen des Turmes sind Bilder und Holzschnitte des Künstlers Walter Eberhardt zu betrachten. Dessen Arbeiten befassen sich mit dem Bild des Menschen, seinem Umfeld, aber auch mit der Landschaft des Schwarzwaldes. Jedes Bild hat seine eigene Geschichte. Man muss sie ansehen und auf sich wirken lassen.
Siehe auch: http://atelier-eberhardt.de/
Aber nicht nur die Kunstdarstellungen tragen zum Besuch des MUSEUM KINTGTORTURM bei, sondern auch wissenswerte Informationen über die einstigen Aufgaben und Funktionen des größten und stärksten Wach- und Verteidigungsturmes, der zur Sicherung der ehemaligen freien Reichsstadt Gengenbach diente.
Zu sehen sind unter anderem diverse Verteidigungswaffen der Turmbesatzung, Uniformen der Bürgergarde und Kleidungsstücke der sogenannten „Alt-Gengenbacherinnen“. Toll anzusehen sind auch ein Stadtmodell des mittelalterlichen Gengenbachs sowie ein Modell im Maßstab 1 : 35, das die Belagerung durch schwedische Truppen darstellt.
Im obersten Stockwerk befindet sich die ehemalige Wohnung des Türmers. Dieser hatte verschiedene Aufgaben, wie z.B. die Alarmierung bei Feuer. Viele Häuser waren seinerzeit überwiegend aus Holz gebaut und bei einem Feuer konnten ganze Stadtteile den Flammen zum Opfer fallen. Von der Türmerstube aus hat man eine wunderbare Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen.
Das Museum Kinzigtorturm ist von Mai bis Oktober jeweils Samstag, Sonntag- und Feiertage von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Eine weitere tolle Besichtigung war die Ausstellung „TERRA EXTRACT – SPUREN DER MENSCHEN“ im Museum Haus Löwenberg. Ich war von den kunstvoll anmutenden Fotografien des deutschen Fotografen Tom Hegen sehr angetan. Die dort gezeigten großformatigen Aufnahmen, die Tom Hegen u.a. von Helikoptern und Kleinflugzeugen gemacht hat, zeigen Landschaften auf der Erde, wo z.B. Rohstoffe im Tagebau gefördert werden und folglich dadurch die Natur sowie deren Umgebung stark verändert werden und große Spuren der Zerstörung entstehen. So hervorragend die Bilder sind, zeigen sie deutlich, wie mit der Erde umgegangen wird.
Tom Hegens Bilder werden in Galerien und weiteren Museen gezeigt oder wie zum Beispiel beim Umweltfotofestival „Horizonte Zingst“,
Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=pnzgEs_fdsw und
https://www.youtube.com/watch?v=oEyEwV3s2iM
Man bekommt nicht alle Tage solche kunstvollen Bilder vor das Auge, die einen faszinieren. Diese Ausstellung sollte man sich insbesondere als Hobbyfotograf:innen nicht entgehen lassen!
Aber nicht nur die Sonderausstellung des Löwenbergmuseums ist sehenswert, sondern auch das "Wunderland: Löwenberg."
Die Fotografien sind bis zum 31.01.2027 zu bestaunen. Öffnungszeiten des Museums siehe:
https://www.museum-haus-loewenberg.de/informationen/
Ich wünsche viel Freude beim Besuch der Museen!








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