Zeugen einer vergangener Zeit
Burgen und eine Blankwaffenmanufaktur im benachbarten Elsass
- Der Blick von oben auf die Höhenburgen Rathsamhausen und Lutzelbourg.
- Foto: Burgenwelt
- hochgeladen von Alfred Schramm
Warum in die Ferne fahren, wenn das Sehenswerte so nahe liegt? Im Elsass gibt es viele, teils mächtige Burgen, die nur noch als Ruinen die Landschaft zieren, aber es lohnt sich, diese zu besichtigen. Zwei, in deren Nähe ich oft vorbeigefahren bin, habe ich nach langer Zeit angesehen.
Es sind die sogenannten Höhenburgen Rathsamhausen und Lutzelbourg.
Beide liegen gerade mal fast auf einer Linie, nur ca. 130 Meter auseinander. Man nennt sie auch die Ottrotter Burgen, und sie waren unter anderem auch zum Schutz des Klosters Mont Sainte-Odile, das nicht weit von ihnen entfernt liegt, errichtet worden. Sie befinden sich auf einer Anhöhe über der Ortschaft Ottrott, von der aus man einen weiten Blick in die Rheinebene hat. Rathsamhausen und Lutzelbourg waren im Besitz verschiedener Adelsfamilien.
Die Burgruinen bieten Wandersleut, Geschichtsinteressierten und natürlich Hobbyfotograf:innen eine kleine Reise in die Vergangenheit an. Aus sicherheitstechnischen Gründen kann die Möglichkeit bestehen, dass die Burgen im Innenbereich nicht besichtigt werden können. Man beachte die Hinweisschilder.
Die Burganlage wird betreut von den Mitgliedern des Vereins „Association des Amis des Châteaux d'Ottrott“ (Freunde der Burgen von Ottrott) und man die nur dann begehen kann, wenn Mitglieder des Vereins am Ort sind. Geöffnet ist dann Dienstag von 9 bis 12 Uhr und Samstag von 9 bis 17 Uhr. Siehe: https://amchott.fr/ und https://www.burgenwelt.org/frankreich/rathsam/object.php
Ausgangspunkt zu den Burgen war für mich der Parkplatz Châteaux-forts d'Ottrott in der 5 Av. Rathsamhausen Ottrott.
Mit leichtem Anstieg führt ein gut begehbarer Waldweg (gutes Schuhwerk wäre angebracht) zu ihnen und es dauert auf der
knapp zwei Kilometer langen Strecke ca. 30 bis 35 Minuten.
Parkplatz siehe auch GoogleMaps: https://maps.app.goo.gl/XCt2KTPw7d7xkTuX7
Nach der Besichtigung der Burgen ging es zu einem weiteren interessanten Besuch, und zwar in das Museum „Maison de la manufacture d’armes blanches“, das sich in der ehemaligen Dorfschule des Ortes Klingenthal in der 2 rue de l’école befindet.
Man bekommt dort einen Einblick in die Geschichte der im Auftrag des Königs Louis XV. 1730 aufgebauten Blankwaffenmanufaktur, der ersten dieser Art in Frankreich.
Beim Begehen der gut ausgestalteten Ausstellungsräume mit ihren Vitrinen sowie den Informationen über die Berufe wie Klingenhauer, Schmied, Waffenkonstrukteur usw., die benötigt wurden, um Hieb- und Stoßwaffen wie beispielsweise Bajonette, Degen, Säbel oder Schwerter zu fertigen, erfährt man viel über die Herstellung dieser Waffen für die französischen Soldaten der damaligen Zeit .
Als die Zeit der erwähnten Waffen vorüber war, wurden unter anderem Sensen und Sicheln produziert.
Siehe auch: https://www.klingenthal.fr/de/accueil-deutsch/
Mein Fazit:
Auch hier lohnt es sich, eine Besichtigungstour an schönen Tagen zu unternehmen! Es sind Stationen für alle, die sich für das Vorgenannte interessieren.





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