Mehrere Infektionen in Seniorenresidenz
Einschränkungen und Reihentests

Gesundheitsamtsleiterin Evelyn Bressau

Gengenbach (st). In der Seniorenresidenz „Kinzigtal“ in Gengenbach sind mehrere Bewohner positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden, eine Person wurde zur stationären Behandlung ins Ortenau Klinikum nach Offenburg verlegt - das teilen das Gesundheitsamt des Ortenaukreises und Seniorenresidenz-Geschäftsführer Jürgen Quadbeck mit.

Schutzmaßnahmen ergriffen

„Das Heim hat in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die Schutzmaßnahmen für alle Bewohner und das Pflegepersonal erhöht. Eine Testreihe aller Mitarbeiter und der betroffenen Wohnbereiche wurde sofort nach Bekanntwerden des ersten Falls organisiert. Bisher ist kein positiver Fall unter den Mitarbeitern bekannt. Weitere Reihentestungen sind geplant", so Evelyn Bressau, Leiterin des Gesundheitsamts.

"Die Gruppenaktivitäten sind eingestellt, Isolierungsmaßnahmen wurden umgesetzt, das Kontaktpersonenmanagement läuft“, informiert Bressau. „Für zunächst zwei Wochen werden bis zum 10. Oktober die Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt, die Angehörigen wurden von der Heimleitung entsprechend informiert“, erklärt die Gesundheitsamtsleiterin. Dies diene auch zum Schutz der Besucher. Dringend notwendige Besuche können aber in Abstimmung mit der Einrichtung grundsätzlich möglich gemacht werden.

„Unser höchstes Ziel ist es, unsere Mitarbeiter und Bewohner vor einer Infektion zu schützen und ihnen weiterhin eine adäquate Versorgung anzubieten“, betont Geschäftsführer Quadbeck. „Dafür haben wir unsere schon weitreichenden infektionsschützenden Maßnahmen verstärkt“, so Quadbeck. „Alle Mitarbeiter tragen Schutzausrüstung, vor den Bewohner-Zimmern wurden Schleusen eingerichtet, die Mitarbeiter sind extrem sensibilisiert, alle Kontaktflächen werden weiterhin mehrmals täglich desinfiziert, die Hygienemaßnahmen wurden nochmals erhöht und werden konsequent umgesetzt“, betont der Geschäftsführer, der froh darüber ist, dass der Gesundheitszustand der meisten betroffenen Bewohner zurzeit den Umständen entsprechend gut ist.

„Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen sind aufgrund ihres Alters, häufig vorkommender Grunderkrankungen oder ihrer meist eingeschränkten Mobilität grundsätzlich anfälliger für Infektionen. In der Seniorenresidenz ist der Betrieb und die Betreuung der Bewohner gewährleistet, die Maßnahmen greifen“, erklärt Bressau.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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