Neujahrsempfang in Gengenbach
Herausforderungen und Chancen meistern
- Der Gengenbacher Bürgermeister Sven Müller beim Neujahrsempfang
- Foto: Stadt Gengenbach
- hochgeladen von Christina Großheim
Gengenbach (st) Am Freitag, 9. Januar, empfing Bürgermeister Sven Müller erstmals die Gäste beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Gengenbach in der Stadthalle am Nollen. Das Jahr 2025 sei für die Stadt Gengenbach von Veränderungen, von Herausforderungen, aber auch von wichtigen Entscheidungen geprägt gewesen. "Auch wenn Veränderungen nicht immer sofort Verbesserung bedeuten, sind sie aber Voraussetzung dafür, dass Entwicklung überhaupt möglich ist", so Sven Müller.
Ein sichtbares Zeichen sei der Beginn des Umbaus und die umfassende Sanierung des Rathauses. "Das Rathaus ist mehr als nur ein Verwaltungsgebäude - es ist ein Symbol unserer Stadt, ein Ort der Demokratie und der Begegnung zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung", stellte Müller fest. Die Entscheidung für die Sanierung sei richtig gewesen und ein klares Bekenntnis dazu, auch in schwierigen Zeiten in die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu investieren.
Herausforderungen
Die Folgen der steigenden Kosten, Unsicherheiten auf den Märkten und globale Krisen würden auch vor Gengenbach nicht Halt machen. Diese Entwicklungen würden Unternehmen, Beschäftigte und auch die Stadt und den städtischen Haushalt vor große Herausforderungen stellen. "Gerade vor diesem Hintergrund war der Erwerb einer großen Industrieentwicklungsfläche noch im Dezember eine strategisch wichtige und richtige Entscheidung", machte der Bürgermeister deutlich. Ebenso wichtig sei gewesen, dass es gelungen sei, die Fläche zu vermarkten und die Erlöse gezielt zur Refinanzierung des Kaufs einzusetzen.
Als kulturelles Highlight hob Müller das Jubiläum 1.300 Jahre Kloster Gengenbach hervor. Kulturschaffende und Kirchen hätten über das ganze Jahr verteilt ein Portfolio angeboten, das großen Respekt abverlange. Doch sie seien nicht nur im Jubiläumsjahr aktiv. Sven Müller kündigte auch für das Jahr 2026 eine lebendige Kultur- und Kirchenlandschaft an.
Zukunftsprojekte
Ein zentrales Thema für 2026 sei die Aufstellung des Bebauungsplans Hukla, Teil I und II. "Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie komplex Stadtentwicklung heute ist und wie wichtig die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist", erklärte Müller. Der neue Stadtteil werde einen Umfang von bis zu 1.700 Einwohnern haben. "Eine Größe, die Herausforderungen und Chancen bietet zum Beispiel als qualitativ hochwertiger Wohnort für Fachkräfte der hier ansässigen Firmen", so der Bürgermeister. Weitere städtische Bauprojekte seien der Neubau des Baubetriebshofs, der 2026 konkretisiert werde. Zudem stehe die Fertigstellung der Agenda 2040 an, die Leitlinien für die Stadtentwicklung der nächsten 14 Jahre aufzeigen soll. "Dabei geht es um Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft - aber auch Landwirtschaft, Sportstätten, Mobilität, Klimaschutz und Innenstadtentwicklung", stellte Müller fest und forderte auf die Bürger auf, sich einzubringen und zu beteiligen. "Bringen Sie ihre Perspektiven, ihre Ideen und auch ihre Kritik ein - konstruktiv, wertschätzend und offen. Nicht polemisch an Stammtischen, anonym in Whatsapp-Gruppen, sondern konstruktiv im direkten Austausch", wurde Müller deutlich.
Und er forderte die Gengenbacher Bürger auf, aus ihrer Komfortzone zu kommen und Ungewohntes zuzulassen. "Ich denke an Wochenenden, an denen nicht der Marktplatz als Veranstaltungsfläche genutzt wird, sondern auch die Schneckenmatt. Ich denke an ungewöhnliche Kooperationen wie beispielsweise dem Jugendzentrum und dem Männergesangverein", nannte er Beispiele.



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