Landeswettbewerb Jugend forscht junior
Platz drei für Alexander Kurun

Der 15-jährige Schüler aus Gengenbach wurde in Balingen im Fachbereich Chemie ausgezeichnet. | Foto: "Forscher/innen für die Region e.V."
  • Der 15-jährige Schüler aus Gengenbach wurde in Balingen im Fachbereich Chemie ausgezeichnet.
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Gengenbach (st) Alexander Kurun, 15 Jahre alt und Schüler am Marta-Schanzenbach-Gymnasium in Gengenbach, hat beim Landeswettbewerb Jugend forscht junior in Balingen einen beachtlichen Erfolg erzielt. Mit seinem Projekt „Neue Methoden zur Konservierung von Nachweisreagenzien“ erreichte er im Fachbereich Chemie den 3. Platz und wurde zusätzlich mit einem Sonderpreis des Technoseums Mannheim ausgezeichnet, so der Verein "Forscher/-innen für die Region" .

Beim Landeswettbewerb in der Volksbankmesse Balingen präsentierten 108 Jungforscher insgesamt 61 Projekte, die sich zuvor in den elf Regionalwettbewerben in Baden-Württemberg qualifiziert hatten. Im Fachbereich Chemie überzeugte Alexander mit seinem Projekt die Jury als eines von neun bereits auf regionaler Ebene siegreichen Chemie-Projekten.

Konservierende Stoffe begegnen uns im Alltag an vielen Stellen – etwa bei Lebensmitteln, Kosmetikprodukten oder Arzneimitteln. Sie sollen verhindern, dass Mikroorganismen wachsen und Produkte dadurch verderben oder unbrauchbar werden. Eine ähnliche Herausforderung gibt es auch im chemisch-analytischen Bereich: Reagenzien, die für Nachweisreaktionen eingesetzt werden, müssen über längere Zeit stabil bleiben, ohne dass ihre chemische Funktion beeinträchtigt wird. Genau dieser Fragestellung widmete sich Alexander Kurun in seinem Projekt. Im Mittelpunkt stand eine einprozentige Stärkelösung, die in der chemischen Analytik auch im Chemieunterricht für den Iod-Stärke-Nachweis verwendet wird. Viele kennen Stärke aus der Küche, etwa als Speisestärke zum Andicken von Soßen. Im Labor dient Stärkelösung als empfindliches Nachweisreagenz. Wird sie jedoch nach der Herstellung über längere Zeit aufbewahrt, kann sie durch Mikroorganismen oder Pilze unbrauchbar werden und muss neu angesetzt werden.

Bereits erfolgreich

Alexander untersuchte daher verschiedene Substanzen, die eine solche Stärkelösung über längere Zeit haltbar machen könnten. Dabei war entscheidend, dass die zugesetzten Stoffe das Wachstum von Mikroorganismen hemmen oder verhindern, gleichzeitig aber die eigentliche Nachweisreaktion nicht stören. Denn ein konserviertes Reagenz wäre nur dann sinnvoll einsetzbar, wenn es weiterhin zuverlässige analytische Ergebnisse liefert. In seinen Untersuchungen konnte Alexander mehrere unbedenkliche Stoffe identifizieren, die sich für eine Konservierung eignen. Eine solche Haltbarmachung kann nicht nur den praktischen Einsatz im Unterricht und Labor erleichtern, sondern auch zeitliche und rohstoffliche Ressourcen schonen, da Reagenzien seltener neu hergestellt und entsorgt werden müssen.

Entstanden ist das ausgezeichnete Projekt im Rahmen der Jugend-forscht-AG des Marta-Schanzenbach-Gymnasiums und der Projektbetreuung am Schülerforschungszentrum Xenoplex in Gengenbach. Betreut wurde Alexander von Claas Rittweger, Lehrkraft am Marta-Schanzenbach-Gymnasium, sowie Sandra Rüdlin, Betreuerin am Xenoplex. Träger des Schülerforschungszentrums ist der Verein "Forscher/innen für die Region" e. V.

Für Alexander war es bereits die zweite erfolgreiche Teilnahme an einem Landeswettbewerb. Schon 2023 wurde er Landessieger im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften.

Damit knüpft das Marta-Schanzenbach-Gymnasium gemeinsam mit dem Schülerforschungszentrum Xenoplex auch in diesem Jahr an erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen der vergangenen Jahre an. Zuletzt hatte auch Annika Obert beim Landeswettbewerb Jugend forscht mit einem ersten Platz im Fachbereich Chemie überzeugt und sich damit für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Alexander Kurun konnte dies mit seinem 3. Platz beim Junior-Landeswettbewerb, Alter bis 15 Jahre, bestätigen. Beide Projekte wurden von Claas Rittweger, Lehrkraft am Marta-Schanzenbach-Gymnasium sowie Sandra Rüdlin, Betreuerin am Xenoplex, betreut.

Die Erfolge zeigen, wie sich das Schülerforschungszentrum Xenoplex als außerschulische Forschungseinrichtung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich im Ortenaukreis etabliert hat. In enger Zusammenarbeit mit regionalen Schulen bietet es jungen Talenten Raum, Ausstattung und fachliche Begleitung, um eigenen Fragestellungen nachzugehen, Projekte zu entwickeln und an Wettbewerben wie Jugend forscht teilzunehmen. Interessierte Schüler haben jederzeit die Möglichkeit, das Xenoplex zu besuchen oder über info@fro-ev.de Kontakt aufzunehmen.

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