Investoren hoffen auf raschen Start
Wie geht es mit dem Tower weiter?

Noch liegt der Tower im Winterschlaf. Wenn es nach den Käufern geht, sollen die Arbeiten möglichst schnell beginnen.
  • Noch liegt der Tower im Winterschlaf. Wenn es nach den Käufern geht, sollen die Arbeiten möglichst schnell beginnen.
  • Foto: Stumpfhaus
  • hochgeladen von Christina Großheim

Gengenbach (gro). Die Gengenbacher Bürger haben entschieden: Bei einer Wahlbeteiligung von 35,8 Prozent aller Stimmberechtigten stimmten 69,2 Prozent dafür, dass die Stadt Gengenbach das Vorkaufsrecht für das ehemalige Wasserkraftwerk zwischen Reichen- und Mühlenbach nicht wahrnimmt. Damit haben die Initiatoren des Bürgerentscheides diesen für sich entschieden.

Noch am vergangenen Sonntagabend zeigte sich Bürgermeister Thorsten Erny als fairer Verlierer: "Ich gratuliere den Initiatoren zu ihrem Erfolg. Es sollte zum Wohl der ganzen Stadt sein, dass wir gemeinsam dazu beitragen, ein harmonisches Nachbarschaftsverhältnis zu erreichen. Dabei muss es zuerst unsere gemeinsame Aufgabe sein, die aufgerissenen Gräben wieder zuzuschütten", stellte er fest. "Wir sind froh über das klare Votum", so Jürgen Stumpfhaus, der mit seinen Mitstreitern auf die Entscheidung der Bürger gesetzt hatte.

Doch wie geht es nun weiter mit dem sogenannten Tower? An den Plänen von Jürgen Stumpfhaus und Daniel Suhm, ihn der Öffentlichkeit als Ort der Kultur zugänglich zu machen, hat sich nichts geändert. Noch immer handelt es sich um das älteste Wasserkraftwerk Badens, das laut Stumpfhaus gleich dreifach unter Denkmalschutz steht: als Kulturdenkmal, als technisches Denkmal und als architektonisches Denkmal.

Verzicht auf Vorkaufsrecht vollziehen

"Im nächsten Schritt muss die Stadt Gengenbach formell auf ihr Vorkaufsrecht verzichten", erklärt Jürgen Stumpfhaus. Sei dies erfolgt, könnten die Käufer im Grundbuch als Besitzer eingetragen werden. "Erst dann können wir die notwendigen Bau- und Förderanträge stellen", macht Stumpfhaus deutlich. "Wir hoffen, dass es keine unnötigen Verzögerungen geben wird." Denn beide haben den ehrgeizigen Plan, das Projekt im Spätsommer 2022 einzuweihen.

"Ideal wäre, wenn wir noch im Winter mit den Erdarbeiten beginnen könnten", zeigt Jürgen Stumpfhaus die anstehenden Arbeiten auf. Es müssten Abwasserleitungen verlegt und ein neuer Tiefbrunnen gebohrt werden. "Wenn wir das schaffen würden, dann könnte im März noch gepflanzt werden", so Stumpfhaus. Im Frühjahr soll mit der Sanierung des Gebäudes begonnen werden. "Mit etwas Glück können wir im Sommer die Turmspitze, die ja wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden soll, aufsetzen."

Das Geschehen rund um den Tower wollen die beiden Käufer weiter im Internet unter www.kulturimtower.de und via Facebook transparent machen. "Es soll ein Vorzeigeprojekt werden", hofft Jürgen Stumpfhaus. "Nicht nur für eine private Initiative, sondern auch in Bezug auf die gute Zusammenarbeit mit den Behörden."

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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