Spatenstich in Gengenbach
Streit baut Logistikzentrum im Kinzigpark

Erster Spatenstich für das neue Logistikzentrum, das der Bürordienstleister Streit in Gengenbach baut.
  • Erster Spatenstich für das neue Logistikzentrum, das der Bürordienstleister Streit in Gengenbach baut.
  • Foto: Streit Service & Solution
  • hochgeladen von Christina Großheim

Gengenbach (st). „Gengenbach ist ein Meilenstein für Streit“, so Geschäftsführer Rudolf Bischler in seiner Ansprache, „unser neues, komplett automatisiertes Logistikzentrum wird Streit auf ein nächstes Level heben“. Der Spatenstich fand coronabedingt in kleinstem Kreise der Geschäftsführung von Streit Service & Solution sowie in Anwesenheit von Bürgermeister Thorsten Erny statt. "Ich freue mich, ein innovatives Unternehmen wie die Firma Streit im Kinzigpark begrüßen zu dürfen", so der Bürgermeister. Er bedankte sich in seiner Rede für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dass die Firma Streit schon frühzeitig das Potential des Gewerbestandortes erkannt habe und die Gesellschafter sich die Flächen gesichert hätten, spreche für die Attraktivität. "Besonders freut es mich, dass das Unternehmen und damit die Arbeitsplätze im Kinzigtal verbleiben können", so Bürgermeister Thorsten Erny.
„Der Standortwechsel von Hausach nach Gengenbach ist für unsere Firma und die Belegschaft mit vielen Emotionen verbunden“, so Marc Fuchs, Co-Geschäftsführer von Streit. „Wichtig war uns bei der Standortsuche, alle Mitarbeitenden mitzunehmen und niemanden zu verlieren. Der Kinzigpark in Gengenbach ist daher für uns ein Glücksfall, denn hier können wir die Kompetenzen all unserer Mitstreiter durch die gute Anbindung und Nähe zu Hausach erhalten."

Sicherung von Arbeitsplätzen und weiterem Wachstum

Mit dem Neubau reagiert Streit auf das deutliche Umsatzwachstum der vergangenen Jahre. „Wir werden ab dem kommenden Jahr auf Kundenwünsche noch schneller und spezifischer eingehen können“, so Rudolf Bischler. „Der Neubau sichert Arbeitsplätze und weiteres Wachstum“. Der Spatenstich findet zum 70-jährigen Jubiläum der Firma statt und war als große Feier geplant. Coronabedingt wird dies zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Der Standort Hechtsberg in Hausach wird aufgegeben. Derzeit führt die Streit Gruppe Verhandlungen über einen Verkauf.

Lagerung und Logistik

Die eigene Logistik ist seit jeher eine der fundamentalen Kernkompetenzen von Streit. Die weitreichende Entscheidung für den Neubau eines eigenen Logistikzentrums anstelle von Outsourcing wurde nach umfänglicher Marktanalyse von Geschäftsführung, Beirat und Gesellschafterfamilie einstimmig getroffen. „Unsere hervorragende Logistik mit hohem Lagerbestand und schneller Belieferung ist eines unserer Markenzeichen und wird von den Kunden sehr geschätzt“, so Marc Fuchs. „Diese Stärke wollten wir natürlich beibehalten und werden sie jetzt noch deutlich ausbauen." Für Gengenbach würden komplett neue logistische Prozesse entwickelt.

Vollautomatisiertes Lagersystem auf kleinster Fläche

Auf 9.000 Quadratmerter Fläche entsteht in Gengenbach ein modernes Logistikzentrum mit dem vollautomatisierten Lagersystem "AutoStore®". Vor allem für die Bürobedarfsartikel von "Streit office" werden insgesamt 30.000 Boxen, auf engstem Raum aufeinandergestapelt auf 16 Ebenen, auf einer Fläche von 1.000 Quadratmeter für noch schnellere Kommissionierung sorgen. Das sich selbst organisierende System mit Robotern bringt die Ware in Sekundenbruchteilen zu den Mitarbeitern. Es sind außerdem nur noch Förderfahrzeuge im Einsatz aufgrund der langen Transportwege in der Logistikhalle. Effizienz, Flächenverdichtung auf ein Viertel der ursprünglichen Lagerfläche sowie eine Erweiterung der bisher 11.000 lagerbestandsgeführten Artikel auf künftig 25.000 Artikel – das neue Logistikzentrum wird langfristig zu einer geplanten Verdopplung der Produktivität führen.

Hochregallager und doppelte Kapazität

 
Das zweite Herzstück neben dem vollautomatisierten Lagersystem wird ein sieben Meter hohes Hochregal-Lager sein. Dies erfordert eine komplett neue Art des Arbeitens mit Fahrzeugen, Sprachterminals, Steuerungssoftware und anderem, Mitarbeitende werden derzeit darauf vorbereitet und intensiv geschult. Eine doppelte Kapazität an Palettenstellplätzen auf dann 3.000 Plätze sowie eine Verdopplung der Projektierungsfläche sind weitere Merkmale des neuen Streit Logistikzentrums. Das Projekt wird maßgeblich vom Leiter der Streit Logistik, Herrn Peter Navarro entwickelt und verantwortet. Von Beginn an wird er vom Beirat und Logistikexperte Prof. Johannes Fottner von der TU München begleitet.

Neue Arbeitswelt „New Work“

Das neue Bürogebäude mit 2.200 Quadratmeter Fläche entsteht auf zwei Ebenen. Es wird fast komplett mit einer Glasfassade ausgestattet und ist als zukunftsweisender Ort von „New Work“ geplant. Der neue Firmensitz wird die bisherige Arbeitswelt am Standort Hechtsberg in Hausach aufnehmen und weiterführen. New Work ist eine neue Art des Arbeitens und eine Antwort auf wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Veränderungen. Die Gestaltung der Büroarbeit im digitalen Zeitalter berücksichtigt Kollaboration, Flexibilität und Agilität. „Die Arbeitswelt in Hausach diente vielen Firmen bislang als Besuchermagnet und wird als ‚Kulturtankstelle‘ in Gengenbach im kommenden Jahr eine neue Dimension des Arbeitens einläuten“, so Rudolf Bischler. Großzügig, hell und offen gestaltet – im Kinzigpark wird Streit seine erfolgreiche Unternehmenskultur aus Wertschätzung, Zufriedenheit und Motivation noch stärker sichtbar machen durch eine Wohlfühl-Einrichtung, digitalisierte Abläufe und Flächeneffizienz.

Architektur – energieeffizient und fast emissionsfrei

Mit einem nahezu emissionsfreien Gebäude ohne Gasnutzung, dafür mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik, setzt Streit auch in der Architektur ein Zeichen. Für E-Autos und E-Bikes sind Ladestationen auf dem Gelände vorgesehen. Ziel ist mittelfristig ein komplett autarkes Energiesystem. „Wir werden über die Photovoltaik-Anlage unseren eigenen Strom erzeugen“, so Marc Fuchs. „Die hohe Energieeffizienz des neuen Gebäudes war für uns auch eine klare Entscheidung für umweltfreundliches Bauen." Bauherr ist die Streit Solution Holding GmbH & Co.KG. Für Architektur und Innenarchitektur wurde die "PART.ner AG Architekturgestalter" in Offenburg und Freiburg beauftragt. Die Generalplanung liegt in den Händen von Hulverscheidt und Kindler, Ingenieurgesellschaft für Bauwesen in Bad Krozingen.

Kurzprofil Streit Service & Solution

Die Streit Service & Solution GmbH & Co. KG ist Teil der Streit Gruppe, zu der auch der Büro- und Objekteinrichter Hief + Heinzmann aus Karlsruhe sowie die Streit Büroausstattung und Leasing GmbH zählen. Streit Service & Solution GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Familienunternehmen in dritter Generation mit Sitz in Hausach sowie Verkaufsbüros in Freiburg und Donaueschingen. Mit rund 250 Mitarbeitern bedient Streit in seinen drei Business Units Streit inhouse, Streit systec und Streit office die Bereiche Büroeinrichtung, Bürotechnik und Bürobedarf. Streit zählt deutschlandweit zu den Top 100 Arbeitgebern und wurde vom "Great Place To Work® Institut" ausgezeichnet.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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