Sandra Boser besucht Heinrich Hansjakob Bildungszentrum
Digitale Schule

Sandra Boser besuchte die Klasse 8c im Heinrich Hansjakob Bildungszentrum in Haslach
  • Sandra Boser besuchte die Klasse 8c im Heinrich Hansjakob Bildungszentrum in Haslach
  • Foto: Wahlkreisbüro Sandra Boser
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Haslach (st). Anlässlich der Auszeichnung „Digitale Schule“ besuchte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Sandra Boser, das Heinrich Hansjakob Bildungszentrum in Haslach um sich mit der Schulleitung zum Thema Digitalisierung an Schulen auszutauschen. Um sich ein Bild über die praktische Umsetzung zu machen besuchte sie den Geschichtsunterricht der Klasse 8c.

Medienentwicklungsplan

Die übergeordnete Leitfrage des Austauschs von MdL Sandra Boser mit dem Rektor Christof Terglane und den beiden Konrektorinnen Katrin Knapp und Silke Nitz war, wie digitale Medien im Unterricht eingesetzt werden können, um das individuelle Lernen zu unterstützen und die Schüler auf eine digitalisierte Arbeitswelt gut vorzubereiten. Dazu informierte eingangs der Lehrer und Geräte-Admin der Schule, Manuel Ressel, in einer Präsentation über die vorangegangene Schulentwicklung und die Arbeit am Medienentwicklungsplan. Der Plan beruht einerseits auf dem Konzept „Bring your own device“, also dem Arbeiten in der Schule mit den persönlichen Endgeräten der jeweiligen Schüler wie Tablet oder Smartphone und andererseits auf dem offenen und gemeinschaftlichen Arbeiten über die schulinterne Online-Platform „Office 365“.

Medienkompetenz

Sandra Boser äußerte sich dazu positiv: „Die Digitalisierung ist eine der großen Herausforderungen in der Zukunft. Es ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler den sinnvollen und nachhaltigen Umgang mit digitalen Medien erlernen. Es geht dabei nicht darum analoges durch digitales zu ersetzen, sondern Medienkompetenz und ein technisches Verständnis zu erreichen.“

Gerätverwaltung

Christof  Terglane pflichtete Boser bei, betonte aber auch, dass in der praktischen Umsetzung an der Schule die Geräteverwaltung sehr aufwendig sei: „Alleine für die Wartung der rund 400 Geräte benötigt man fast eine Vollzeitstelle, das können einzelne Lehrer nicht leisten, dafür braucht es Fachpersonal. Sandra Boser stimmte ihm zu: „Der Punkt mit der Gerätverwaltung muss gelöst werden. Das kann nicht von den Lehrern nebenbei gemacht werden. Zum Beispiel kann ein externer Anbieter die Wartung mehrerer Schulen übernehmen. Da sind auch die Kommunen als Schulträger in der Pflicht. Da muss unbedingt eine Lösung her.“

Konzept „BYOD“

Im Anschluss interessierte sich Sandra Boser für das Konzept „BYOD“ und fragte die Schulleiterrunde wie sie es bewerkstellige, dass jeder Schüler sein eigenes Endgerät in die Schule mitbringe, um keine Schüler aus kinderreichen oder finanzschwachen Familien zu benachteiligen. Dazu Terglane: „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass der Lernerfolg der Schüler insgesamt erfolgreicher ist, wenn jeder sein eigenes Endgerät verwendet. Wir sind gerade dabei eine Lösung zu erarbeiten, wie wir Familien bei der Geräteanschaffung unterstützen können.“

Geschichtsunterricht der Klasse 8c

Daraufhin besuchte Boser den Geschichtsunterricht der Klasse 8c und tauschte sich dort mit der Lehrerin Stefanie Lehmann und den  Schülern über den Unterricht mit digitalen Lehrmitteln aus. Lehmann betonte, dass es wichtig sei, auf unterschiedliche Medien zurückzugreifen um die Vielfalt der Informationsmöglichkeiten darzustellen. Am Beispiel eines Arbeitsblattes zum Thema: „Deutschland auf dem Weg zum Nationalstaat“ erklärte sie, dass ein wichtiges Lernziel die erfolgreiche Onlinerecherche sei: „Die Schüler sollen lernen, sich auf den unterschiedlichen Kanälen, analog sowie digital zu einem Thema zu informieren. In der Praxis filtere ich im Vorfeld bereits Quellen aus dem Netz und hinterlege sie in unserer schulinternen Online-Platform, dort können die Schüler die Links dann abrufen.“ Sandra Boser zeigte sich beeindruckt: „Die Lebenswelt der Schüler muss in den Unterricht integriert werden. Durch den Digitalpakt ist das Thema Digitalisierung in aller Munde. Das Heinrich Hansjakob Bildungszentrum ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung.“

Heinrich Hansjakob Bildungszentrum

Am 11. Oktober 2019 erhielt das Heinrich Hansjakob Bildungszentrum die Auszeichnung „Digitale Schule“ in Stuttgart. Die Auszeichnung wird von der bundesweiten Initiative "MINT Zukunft schaffen" verliehen und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin  Dr. Angela Merkel. Der Bereich "digitale Schule" steht unter der Schirmherrschaft der Bundesbeauftragten für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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