Caritassozialdienst
Sandra Boser im Dialog mit jungen Menschen

Von links: Stefanie Brüschke, Constanze Blank, Gerhard Schrempp, Sandra Boser, Sybille Schmider  | Foto: Wahlkreisbüro Sandra Boser MdL
  • Von links: Stefanie Brüschke, Constanze Blank, Gerhard Schrempp, Sandra Boser, Sybille Schmider
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Haslach (st) Sandra Boser, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg und Abgeordnete im Wahlkreis Lahr, besuchte das Caritashaus in Haslach, um Einblicke in die Arbeit des Caritassozialdienstes (CSD) und der psychologischen Beratungsstelle/Fachstelle Frühe Hilfen zu erhalten. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein direkter Austausch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die das Angebot der Caritas wahrnehmen und die ihren Alltag unter unterschiedlichen herausfordernden Lebensbedingungen meistern, informiert eine Pressemitteilung. Der Termin wurde fachlich begleitet von den Caritas-Fachkräften Constanze Blank, Stefanie Brüschke, Gerhard Schrempp und Sybille Schmider.

Gesprächsrunde

In einer intensiven Gesprächsrunde berichteten sechs junge Erwachsene mit Migrations- und Fluchterfahrung von ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland. Dabei kamen zentrale Herausforderungen wie dem Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis, die Suche nach einem Ausbildungsplatz, langwierige behördliche Verfahren und Mobbing zur Sprache. Gerade das Thema Abschiebung bereite große Angst, obwohl sie in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen oder in der Schule seien. Zudem seien mit der Duldung aus unterschiedlichen Gründen nicht alle berufliche Wege offen. So sei die Suche nach einer Ausbildungsstelle erschwert, ein Studium benötige besondere Voraussetzungen und auch der Wechsel in berufliche Gymnasien sei nicht immer möglich, erklärten die jungen Menschen. Stefanie Brüschke betonte, dass der Erhalt des Aufenthaltstitels viele Hürden mit sich bringen würde und Träume daran zerplatzen können. Doch trotz bürokratischer Hindernisse würden die jungen Erwachsenen großen Ehrgeiz und den festen Willen zeigen, sich erfolgreich zu integrieren, die Sprache zu lernen und eine klare berufliche Perspektive zu erarbeiten. Landtagsabgeordnete Sandra Boser betonte, wie wichtig es sei, die Integration auf unterschiedlichen Ebenen zu unterstützen, dazu würden Arbeitserlaubnisse gehören, Sprachkurse und ein entsprechendes Lotsensystem. Die Unterstützung der Caritas sei hier ein wichtiger Beitrag um Zukunft zu gestalten, so Sandra Boser MdL.

Persönliche Situation

In einem weiteren vertraulichen Gespräch tauschte sich Sandra Boser mit zwei Jugendlichen aus, die von der Caritas in ihrer persönlichen Situation unterstützt werden. Sie gaben einen Einblick in ihr aktuelles Belastungserleben, das aufgrund von familiären Umständen derzeit ihr Leben bestimme. Dazu sei auch das Thema Mobbing an der Schule eine stark belastende Situation. Hier kam der Wunsch auf, dass an Schulen AGs angeboten werden sollten, in denen man sich zum Thema Mobbing austauschen und den Umgang damit lernen könne. Boser informierte darüber, dass das Land intensiv den Ausbau der Jugendsozialarbeit direkt an den Schulen fördere, um psychische Krisen und Leistungsdruck abzufangen.

Niederschwelliges Angebot

Weiter hob die Abgeordnete hervor, wie wichtig die Arbeit des Caritassozialdienstes und auch die der psychologischen Beratungsstelle und der Jugendhilfe für junge Menschen in der Region sei. Constanze Blank, Stefanie Brüschke und Gerhard Schrempp unterstrichen dies, dass gerade solch niederschwellige Angebote der Caritas viele jungen Menschen bei der Integration als auch bei der Bewältigung von Alltagskrisen helfe. Weiter informierte die Landtagsabgeordnete darüber, dass das Land Baden-Württemberg einen klaren Schwerpunkt auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen setze. Durch eine ressortübergreifende Zusammenarbeit, neue Gesetzesreformen und gezielte Vernetzungsprojekte solle die mentale Gesundheit der jungen Menschen gestärkt werden.

Offenheit

Sandra Boser MdL zeigte sich tief beeindruckt von der Offenheit der Jugendlichen: „Es ist mir ein großes Anliegen, direkt von jungen Menschen zu hören, was sie bewegt. Der Mut der jungen Erwachsenen hier offen zu sprechen verdient vollen Respekt. Wir dürfen die psychischen Belastungen unserer jungen Menschen nicht übersehen. Die Caritas leistet hier eine unverzichtbare und wertvolle Arbeit.“ Der Dank ging dabei an Sybille Schmider, Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle/Fachstelle Frühe Hilfen und ihr Team die hier im Kinzigtal eine wichtige Anlaufstelle bieten.

Hintergrundinfo

Anlässlich der Landesförderung in Höhe von 7.000 Euro für das Projekt „Tanzen statt allein - Tanzen für jugendliche Mädchen“, dass vom Caritasverband Kinzigtal ins Leben gerufen wurde, war Sandra Boser bereits im Mai 2026 zur Preisübergabe bei der Caritas in Haslach. Beim dortigen Austausch mit Sybille Schmider, Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle/Fachstelle Frühe Hilfen, entwickelte sich der Termin für diesen Austausch mit den jungen Erwachsenen.

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