Bilanz der Sparkasse Kinzigtal
Schwieriges Jahr positiv beendet

Sie haben das Kinzigtal, die Menschen in der Region, die Wirtschaft, die Vereine im Blick: Carlo Carosi (von links), Martin Seidel und Sebastian Lebek.
  • Sie haben das Kinzigtal, die Menschen in der Region, die Wirtschaft, die Vereine im Blick: Carlo Carosi (von links), Martin Seidel und Sebastian Lebek.
  • Foto: Sparkasse Kinzigtal
  • hochgeladen von Christina Großheim

Kinzigtal (st). „Das Jahr 2020 war ein außergewöhnliches Jahr – in vielerlei Hinsicht“, fasste Martin Seidel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kinzigtal zusammen. Persönlich für jeden Einzelnen im Kinzigtal, aber speziell auch für die Sparkasse Haslach-Zell und die Sparkasse Gengenbach. „Wir konnten ein insgesamt nicht einfaches Jahr am Ende in ein positives und auch für die Region bedeutsames Ergebnis münden lassen: Am 4. Dezember 2020 haben alle Bürgermeister unseres Geschäftsgebiets einstimmig dem Fusionsvertrag zwischen der Sparkasse Haslach-Zell und der Sparkasse Gengenbach zugestimmt."

Am Donnerstag, 22. April, haben die drei Vorstände der Sparkasse Kinzigtal auf der Bilanzpressekonferenz in der Kundenhalle in Haslach einen Blick auf das vergangene Jahr zurückgeworfen und die summierten Zahlen, Daten und Fakten beider Vorgängersparkassen der Öffentlichkeit präsentiert. „Wir sind recht gut durch das erste Corona-Jahr gekommen und konnten am Ende in jeder Bilanz-Position sprunghafte Zuwächse verzeichnen“, so Martin Seidel augenzwinkernd. „Die Zeichen stehen jedoch nicht nur wegen der Fusion auf Wachstum.“ Die Bilanzsumme der Sparkasse Kinzigtal hat sich bis zum Jahresende deutlich um acht Prozent auf 1,7 Milliarden Euro erhöht.

Betriebsergebnis sinkt durch Niedrigzinsen

Als logische Konsequenz aus dem anhaltenden Niedrig- beziehungsweise Minus-Zins-Umfeld hat sich das Betriebsergebnis (vor Bewertung) erwartungsgemäß weiter auf 7,7 Millionen Euro reduziert. „Kreditinstitute werden insofern nicht umhinkommen, die von ihnen angebotenen Leistungen zukünftig noch verursachungsgerechter zu bepreisen.“

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Carlo Carosi, führte aus, dass die Kreditvergaben an Kunden – auch in der aktuellen Krisenzeit – um knapp 200 Millionen Euro auf aktuell 1,06 Milliarden Euro ausgebaut werden konnten. Um ihren Kunden auch in schwierigen Zeiten als Partnerin zur Seite zu stehen, hat die Sparkasse 2020 darüber hinaus 841 Darlehens-Tilgungen sowohl für Privat-, als auch Geschäftskunden ausgesetzt.

Vorstandsmitglied Sebastian Lebek erläuterte, dass sich die Sparkasse 2020 zudem auch stark dafür eingesetzt hat, dass ihre Kunden günstige Fördermittel erhalten. So konnten insgesamt 53 Millionen Euro an Förderkrediten vermittelt werden. Das sind 49 Prozent mehr als im Vorjahr. Diesen engagierten Einsatz für die Kunden honorierte die Landesbank Baden-Württemberg gleich doppelt: Beide ehemals selbständigen Sparkassen, Haslach-Zell und Gengenbach, erhielten die Auszeichnung „Premium-Berater Förderberatung“. „Eine wirklich außergewöhnliche Auszeichnung“, freute sich Sebastian Lebek.

Kundeneinlagen steigen

Auch die Kundeneinlagen stiegen nochmals auf knapp 1,2 Milliarden Euro an - ein Plus von 5,8 Prozent. „Unsere Kunden haben aber längst bemerkt, dass mit klassischen Geldanlagen in Zeiten von Negativzinsen das Vermögen nicht vermehrt werden kann“, erklärte Lebek. „Aus diesem Grund beraten wir unsere Kunden proaktiv, individuell und passgenau nach deren Zielen, Risikoneigung und Lebenssituation im Rahmen unserer ganzheitlichen Beratung.“

Carlo Carosi betonte, dass die Sparkasse Kinzigtal einen starken Fokus auf die Heimatregion hat und sich damit ganz bewusst von Internet- oder Auslands-Banken abgrenzt. „Neben unserer Geschäftstätigkeit ist uns auch die Unterstützung gemeinnütziger Vereine, Einrichtungen und Institutionen sehr wichtig, für die 2020 coronabedingt nicht einfach war“, so Carosi. „Wir haben deshalb nicht mit Unterstützung gezögert – sei es in finanzieller oder auch in anderer Form.“ Insgesamt wurden rund 150.000 Euro für Vereine, Projekte und Einrichtungen gestemmt. Allein zur Adventszeit wurden 24.000 Euro an mehr als 50 Vereine überwiesen. Außer-dem haben sich die Mitarbeiter wieder in sozialen Projekten engagiert. „Unser Anspruch ist es, unsere Region zu stärken, zu fördern und unseren Teil dazu beizutragen, dass es den Menschen im Kinzigtal gut geht“, sagte Carosi.

„Maßgeblich verantwortlich für unseren Erfolg und unser Wirken vor Ort ist der Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen gebührt unser Dank!“, betonte Martin Seidel. „Das wissen wir und deshalb ist die Sparkasse stetig dabei, sich auch als attrak-tive Arbeitgeberin weiterzuentwickeln.“ So hat das Institut im vergangenen Jahr zum Beispiel verstärkt Homeoffice-Plätze eingerichtet. Inzwischen haben mehr als 40 Prozent der insgesamt 256 Sparkassen-Angestellten die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten.

Digitalisierung nimmt zu

Apropos Digitalisierung: Die Nutzung digitaler Angebote nimmt stetig zu. „Immer mehr Kunden schätzen es, ihre Geldgeschäfte unabhängig von Zeit und Ort zu erledigen“, so Lebek. Dabei steht ihnen mit der Sparkassen-App einer der besten Banking-Apps Deutschlands zur Seite. Auch das kontaktlose Zahlen, Apple Pay oder KWITT haben weiter stark an Fahrt aufgenommen. 175.000 Besuche pro Monat verzeichnet allein die Homepage der Sparkasse Kinzigtal. „Kundennähe definiert sich längst nicht nur durch räumliche Nähe, sondern als Zusammenspiel von regional, digital und persönlich“, betonte Lebek. „Wir sind gerade im Aus- und Aufbau unseres Kunden-Service-Centers sowie unseres Digitalen Beratungs-Centers. Unsere Kunden können uns hier persönlich per E-Mail, Textchat, Videochat oder einfach per Telefon kontaktieren sowie Beratungs-, als auch Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Wer lieber mit seinem Berater an einem Tisch sitzt, kann unabhängig von den Öffnungszeiten montags bis freitags, von 8 bis 20 Uhr, einen Termin vereinbaren. Wir stellen unseren Kunden verschiedene Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung, und sie entscheiden situativ, welche Wege für sie am besten passen.“

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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