Der Hausacher Bärenadvent
Unterstützung für Musa und Alessandro
- Musa Turan (links) und Alessandro Gerbasi, hier mit ihren Eltern, sind die neuen Bärenkinder.
- Foto: Hausacher Bärenadvent e.V.
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Hausach (cao) Der Hausacher Bärenadvent unterstützt Kinder und Familien, die von schweren Schicksalen getroffen sind. Der dreijährige Musa Turan aus Hausach und der zehnjährige Alessandro Gerbasi aus Oberkirch sind die neuen Bärenkinder.
Musa Turan kam im November 2022 aufgrund einer Schwangerschaftsvergiftung acht Wochen zu früh zur Welt. Mit nur 1.550 Gramm war er ein winziger Kämpfer, der in den ersten Tagen mit Beatmung und Ernährung über eine Sonde versorgt werden musste. Wochenlang lag er auf der Frühchen-Intensivstation, kämpfte mit einer schweren Gelbsucht, lernte das Atmen und später das Trinken. Bei Musa wurde ein Herzfehler festgestellt, der bis heute regelmäßig überwacht werden muss. Hinzu kommt eine starke Sehbehinderung auf beiden Augen, die schon mehrere Operationen notwendig machte. Außerdem lebt Musa mit einer Autismus-Spektrum-Störung und einer Entwicklungsverzögerung. Bis heute kann er nicht sprechen. Therapien wie Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie begleiten seinen Alltag. Trotz all dieser Herausforderungen ist Musa neugierig, voller Entdeckungsdrang, er nimmt seine Umwelt aufmerksam wahr und beweist jeden Tag aufs Neue, wie viel Kraft in ihm steckt.
Alessandro Gerbasi war bis zu seinem siebten Lebensjahr ein sportlicher, neugieriger und lebensfroher Junge. Fußball, Selbstverteidigung, Abenteuer in der Natur – all das gehörte zu seinem Alltag. Er träumte davon, Archäologe zu werden und die Welt zu entdecken.
Es änderte sich alles
Doch im Juli 2022 änderte sich alles. Ein MRT brachte die Diagnose ans Licht: X-ALD (Adrenoleukodystrophie) – eine seltene, vererbliche Stoffwechselkrankheit, die zu schwerwiegenden neurologischen Schäden führt. Den Ärzten zufolge gab es keine zugelassene Therapie in Deutschland. Seine Eltern kämpften um jede Chance und fanden in Frankreich eine Ärztin, die sich für den Jungen einsetzte. Nach Monaten erhielten sie Zugang zu einem Medikament, das Alessandro seit April 2023 bekommt. Dank unermüdlicher Fürsorge, alternativen Therapien und der Unterstützung vieler Menschen konnte er sich stabilisieren und feierte in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag – ein Moment, mit dem niemand mehr gerechnet hatte. Alessandro braucht intensive Pflege, Physiotherapie, Sehförderung und Hausunterricht. Seine Eltern tun alles, um ihm ein möglichst erfülltes Leben zu schenken.
Am ersten Advent verstarb Erwin Moser. Er war Motor, Seele und Herz des Bärenadvents. Im Frühjahr 2025 hatte Erwin Moser sein großes Ziel erreicht: Eine Million Euro für "seine" Bärenkinder zu sammeln. Dabei ging es ihm nie allein um das Geld, das den Familien mit diesen "besonderen Kindern" das Leben etwas erleichtern sollte. Vielmehr noch wollte er Kinder mit Handicap in die Mitte der Gesellschaft holen. "Die Guten müssen zusammenhalten, die Bösen tun es ja auch", zitieren ihn seine Mitstreiter aus dem Vorstandsteam des Fördervereins und versprechen, die Arbeit im Sinne von Erwin Moser fortzuführen. Am Freitag, 19. Dezember, findet um 18 Uhr eine Gedenkfeier im Weihnachtswald statt. Infos gibt es unter hausacher-baerenadvent.de.










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