Traditionsgaststätte "Drei Schneeballen"
Heinrich Hansjakob nannte sie "sein Paradies"

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Hofstetten (her) Gerade hatten kastillische Seefahrer unter Führung von Christoph Kolumbus 1492 Amerika entdeckt, als im Jahr darauf die Traditionsgaststätte „Drei Schneeballen“ ihre ersten Gäste bewirtete. In dieser über 500 Jahre alten Geschichte befand sich die Gaststätte immer im Familienbesitz des Gißler-Neumaier-Geschlechts, was auch für die heutige Besitzerfamilie Werner und Barbara Neumaier als eine besondere Verpflichtung gilt. „Jeder Kunde ist König und eine Persönlichkeit gleichermaßen“, sieht Werner Neumaier dies als zusätzliche Verpflichtung.

Vorspannstation

Gastlichkeit wird in den „Drei Schneeballen“ immer großgeschrieben. Und die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern wissen dies auch bis zum heutigen Tage zu schätzen. Mit zu den prominentesten Gästen gehörte zweifelsfrei der Haslacher Pfarrer, Volksschriftsteller und Landtagsabgeordnete Heinrich Hansjakob. Er war es auch derjenige, der die Traditionsgaststätte deutschlandweit bekannt machte. Zu seinen Hauptwerken gehörten die drei nach dem Gasthaus benannten Bände „Schneeballen“. Seit 1886 verbrachte Hansjakob jedes Jahr seinen Urlaub dort und in einem seiner Bücher beschreibt er die „Drei Schneeballen“ und Hof-stetten als „sein Paradies“. Die „Drei Schneeballen“ dienten einst auch als Vorspannstation für den Handelsverkehr, die seinerzeit nicht über Mühlenbach, sondern über die alte Römerstraße Richtung Elztal führt. Damals diente die Traditionsgaststätte auch als „Fürstenbergische Herberge“. „Kleiner Zeuge“ dafür ist auch das Wappen der Familie Neumaier mittig mit den drei Schneeballen. Das Gleiche ist auch im Fürstenbergischen Wappen zu finden.

Sich dem Neuen nicht zu verschließen, war immer die Devise Neumaiers. Gleich nach der Übernahme der Gaststätte durch Alfred und Hildegard Neumaier, den heutigen Alt-Wirtsleuten, im Jahre 1970, wurden zwei Kegelbahnen, ein großer Speisesaal und weitere Gastzimmer erbaut. Waren es im Jahre 1914 nur drei Zimmer mit je einem Bett, so konnten 1971 bereits 31 und heute sogar 65 Gäste beherbergt werden. 1979 folgte der Neubau eines Gästehauses und 1996 errichtete man im ehemaligen Ökonomiegebäude rollstuhlegerechte, hochwertige Appartements. Die große Zahl von Stammgästen unterstreicht die Beliebtheit der „Drei Schneeballen“.

Heinrich Hansjakob war Stammgast.Reproduktion: Heppner

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